Müller und Müller – Staatsministerin und Bundesminister besuchen ART Hotel

Inklusion Gesprächsthema

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Beeindruckt vom Allgäu ART Hotel zeigte sich die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Emilia Müller, die dort vor und mit geladenen Gästen sprach.

Kempten – Arbeit und Soziales, Familie und Integration – es ist ein breites wie sensibles Ressort, das die Bayerische Staatsministerin Emilia Müller (CSU) unter sich hat.

Nach Kempten ins ART Hotel eingeladen hatte sie Parteikollege und Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, um ihr den barrierefreien Integrationsbetrieb vorzustellen und mit gut 100 Vertretern aus Politik, von Behörden und Verbänden ins Gespräch darüber zu kommen, wie die Teilhabe „aller“ im Arbeitsleben und in der Gesellschaft generell gelingen kann.

„Menschen mit Behinderung sind bei uns in Kempten längst angekommen“, konnte Bürgermeister Josef Mayr bei der Begrüßung selbstbewusst verkünden und Bundesminister Müller sah das Thema Inklusion als eine „weltweite Herausforderung“, denn „Jeder hat ein Recht auf ein Leben in Würde“. Für die Bayerische Ministerin ist es wichtig, „dass Behinderte in der Mitte unserer Gesellschaft sind“. Passend zur Wahlkampfzeit rührte sie kräftig die Werbetrommel für ihre Partei und sparte nicht damit, zahlreiche Meriten aufzuzählen – beispielsweise trage das neue Bundes-Teilhabegesetz „eine bayerische Handschrift“ – sowie Ziele, wie barrierefreie Bahnhöfe, leichte Sprache im Internet und als großen Marker die Integration von Menschen im ersten Arbeitsmarkt.

Als ja auch Arbeitsministerin hob sie die „Vollbeschäftigung“ hervor und die gute Situation in Bayern insgesamt, wo im bundesdeutschen Vergleich „die wenigsten Menschen auf Hartz IV angewiesen sind“. Im Rückblick auf die Flüchtlingskrise 2015 bescheinigte sie dem Freistaat, dass er die Situation sowohl logistisch als auch integrativ gut gemeistert habe, nicht zuletzt Dank der vielen Ehrenamtlichen.

Nicht ganz so positiv empfanden das zwei der Gäste, deren, nach ihren Aussagen, bestens integrierte nigerianische Arbeitnehmer jüngst den Ablehnungsbescheid erhalten hätten. Kritik übten sie dabei unter anderem an der Haltung des Landratsamtes. Das wollte Landrat Anton Klotz so nicht stehen lassen und forderte mit Nachdruck Lösungen ein. Es sei „ein Desaster für die jungen Menschen“, legte er dar, wie er in mehreren Fällen versucht habe pragmatisch zu helfen, rechtlich aber sehr schnell an unüberwindbare Hürden gestoßen sei.

Eine weitere Forderung aus dem Publikum war die Erhöhung des seit 1975 unveränderten Pausch-Betrags für Behinderte.

Christine Tröger

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