NaturSommer 2014: Die Naturschutzgebiete rund um Isny erkunden

Berge, Tobel, Moore

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Im Eistobel dringt man mit jedem Schritt tiefer in die Vergangenheit des Allgäu ein.

Isny – Wo brüten Braunkehlchen, Feldlerche und Wachtel in Wiesen voll mit Trollblumen, Schwertlilien und Orchideen? Wo jagen Kreuzotter und Ringelnatter nach Moor-eidechse, Gras- und Wasserfrosch?

Was die Landschaft rund um Isny zu bieten hat, zeigt das Exkursionsprogramm „Isnyer NaturSommer“. Ab sofort erwandern Gäste und Bürger gemeinsam mit Diplom-Biologe Dr. Stefan Hövel bis September wieder jeden Freitag, 19 Uhr, urweltliche Moorlandschaften und wildzerklüftete Schluchten. Themenschwerpunkt der wöchentlichen Exkursionen ist das Naturschutzgebiet „Bodenmöser“, einer der bedeutendsten Moorkomplexe Süddeutschlands. 

In dem 611 Hektar großen Gebiet direkt vor den Toren der Stadt Isny wird die Entstehung der Landschaft seit der letzten Eiszeit nachvollziehbar. Im Rotmoos – einem Teilgebiet des „Bodenmöser“ bieten ausgedehnte Niedermoorwiesen Wachtel und Kreuzotter, Trollblume und Schwertlilie einen natürlichen Lebensraum. Seltene Tier- und Pflanzenarten beherbergen auch die Hochmoorflächen des Eisenharzer Mooses. 

Ab Isny geht es mit dem RegioBus nach Eisenharz und von dort zu Fuß quer durch das Naturschutzgebiet zurück in die Stadt. Weiteres Exkursionsziel ist das Taufach-Fetzach-Moos bei Beuren. Sagen- und nebelumwoben wurden Hochmoore jahr- hundertelang gemieden, bis man ihren Torf als Rohstoff entdeckte. Weltweit sind heute mehr als zwei Drittel aller Hochmoore zerstört. Auch das Taufach-Fetzach-Moos hat gelitten, weist aber noch Flächen auf, in denen das Moor wieder wächst. 

Kostbarkeiten entdecken 

Nicht alle Tiere und Pflanzen meiden die Nähe des Menschen. Welche Arten die Vorteile des Lebens in der Stadt schätzen, zeigt der Isnyer NaturSommer bei der Exkursion „Natur in der Stadt“. Entdeckungsreisen in die stadtnahen Naturschutzgebiete Schächele und Bleicher Weiher führen zu so mancher floristischer oder faunistischer Kostbarkeit, für die man andernorts lange Wege in Kauf nehmen muss. Im Eistobel dringt man mit jedem Schritt tiefer in die Vergangenheit des Allgäus ein. 

Nagelfluh, Haifischzähne und Muscheln erzählen hier die Entstehungsgeschichte der Landschaft entlang der „Oberen Argen“. Die naturkundlichen Exkursionen finden jeweils am Freitag um 19 Uhr statt (Unkostenbeitrag: sechs Euro für Erwachsene; Jugendliche vier Euro, Kinder bis 12 Jahre frei). Das Programmheft „Isnyer NaturSommer 2014“ mit De-tailinfos zu Exkursionszielen und Treffpunkten ist im Büro für Tourismus der Isny Marketing GmbH im Kurhaus am Park erhältlich.

kb

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