Startschuss in Waltenhofen

Eine Krippe aus Mondholz

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Die Kinder helfen fleißig den Erwachsenen (hinten v.l.) Gemeinderat Alfons Stöberl, Bürgermeister Eckhard Harscher, Einrichtungsleiterin Anna Fritz, Elternbeiratsvorsitzedem Marcus Humbold, f64-Projektleiter Philip Leube und Bauamtsleiter Klaus Häger fleißig beim ersten Spatenstich.

Ausgestattet mit vielen kleinen Plastikspaten kamen Kindergarten- und Krippenkinder zur Baustelle neben der Grund- und Mittelschule, wo die neue Kinderkrippe entstehen wird. Nach einer längeren Planungsphase sei der Spatenstich „ein besonderer Tag“, meinte Bürgermeister Eckhard Harscher.

Der Neubau soll künftig 60 Kinder in fünf Krippengruppen beherbergen, auch ein Multifunktionsraum ist vorgesehen, der neben den Kindern auch von Vereinen genutzt werden kann. Die Fertigstellung ist für September 2018 geplant, „dann hat der mehrjährige provisorische Aufenthalt in der Schule hoffentlich ein Ende“, so Harscher. Die neue Krippe wird aus Holz gebaut, erklärte Projektleiter Philip Leube von f64 Architekten den anwesenden Kindern und Eltern und es sind nur Firmen aus der Region am Bau beteiligt. „Das Holz kommt aus einem Umkreis von circa 100 Kilometern, ein großer Teil wurde auf unserem Gemeindegebiet am Stoffelberg geschlagen“, erläuterte Bauamtsleiter Klaus Häger. Das Besondere: Es ist Mondholz, sprich Holz von Bäumen, die unter Berücksichtigung des forstwirtschaftlichen Mondkalenders gefällt wurden. Diesem Holz werden besondere Qualitäten hinsichtlich seiner Stabilität, Haltbarkeit, Feuerbeständigkeit, Härte, Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge u.a. nachgesagt. Dieses „Pilotprojekt“ werde auch von der Regierung von Schwaben beobachtet und wie Harscher mitteilte, begleitet auch der BR den Bau. Mit dem Bau der Krippe setzte die Gemeinde die Investitionen für Kinder und Bildung fort. Nachdem in Umbau und Sanierung der Grund- und Mittelschule bereits rund 13 Millionen Euro gesteckt werden, schlägt die Krippe laut Harscher zusätzlich mit rund vier Millionen Euro zu Buche. Diese Investitionen seien dringend nötig, weshalb die Gemeinde sie gerne tätige, so Harscher.

Melanie Weidle

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