Städtebaulicher Mix als Erfolgsrezept

Ludwigshöhe – Letzte Bebauung

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Legten sich beim symbolischen Spatenstich ins Zeug (v.l.): BSG-Vorstandsvorsitzender Mario Dalla Torre, die Architekten Martin Kopp und Stephan Walter vom Kemptener Architekturbüro f64, BSG-Vorstand Tanja Thalmeier, OB Thomas Kiechle und BSG-Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Schiek.

Kempten – Insgesamt 47 genossenschaftliche Mietwohnungen, 43 öffentlich geför- dert – vergangenen Dienstag hatte die BSG-Allgäu zum symbolischen Spatenstich für die damit „letzte Bebauung der Ludwigshöhe“, wie OB Thomas Kiechle meinte, eingeladen.

Die ersten 18 der 47 Mietwohnungen sollen bereits zu Beginn des neuen Jahres bezugsfertig sein.

Soziale und gesellschaftliche Zielsetzung der BSG-Allgäu sei es, für ihre Mitglieder dauerhaften und sicheren Wohnraum zu schaffen, betonte Vorstandsvorsitzender Mario Dalla Torre, dieser Verantwortung auch gegenüber den „bei uns verstärkt nachfragenden Familien mit Kindern“ gerecht werden zu wollen und „wieder verstärkt in den Bau von öffentlich geförderten Mietwohnungen zu investieren.“ So werde unter Einbeziehung der einkommensabhängigen Zusatzförderung die durchschnittliche Monatskaltmiete der 43 geförderten Mietwohnungen „bei knapp über fünf Euro je Quadratmeter Wohnfläche liegen“, was laut Wohnungsmarktanalyse und –prognose für die Stadt Kempten vom August letzten Jahres rund 60 Prozent unter dem Marktmietniveau bei Neubauten liege.

Des Weiteren wies er darauf hin, dass die Durchschnittsmiete aller rund 2000 genossenschaftlichen Mietwohnungen der BSG-Allgäu mit 4,70 Euro pro Quadratmeter „circa ein Drittel unter der Marktmiete für vergleichbare Wohnungen in der Stadt Kempten liegt.“ Rund zehn Millionen Euro investiert die BSG-Allgäu laut Dalla Torre in diese Mietwohnanlage, wovon 3,8 Millionen Euro über zinsgünstige Darlehen im Rahmen der Einkommensorientierten Förderung (EOF) gewährt werden. Weitere 40 Wohnungen sind als Eigentumswohnungen geplant, „sodass auf diesem rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstück insgesamt 90 Wohnungen gebaut werden“, kündigte er an. Mit 130 Reihenhäusern, 203 Eigentumswohnungen und 72 Mietwohnungen werde die BSG-Allgäu am Ende knapp die Hälfte der Bautätigkeit im Baugebiet Ludwigshöhe-Nord geleistet haben.

Verlässlicher Partner

„Bezahlbarer Wohnraum im Grünen ist ein Dauerthema, das wir in Kempten hören und spüren“, bestätigte das Stadtoberhaupt die hohe Nachfrage. Zugleich bescheinigte er der BSG-Allgäu „für uns ein verlässlicher Partner“ zu sein. „Bemerkenswert“ auf der Ludwigshöhe fand er auch die Bebauung wie sie sich insgesamt darstelle: „Der städtebauliche Mix ist ein Erfolgsrezept des gesamten Stadtteils geworden“, meinte er. Durch den Grünbereich und die Nähe zum Bachtelweiher sei es „ein attraktives Wohngebiet auch für Familien.“ Positiv wertete er, dass hier nun statt der ursprünglich geplanten Riegelbebauung eine lockere Bebauung entstehe und bekannte zudem „ein Genossenschaftsfan in jeder Beziehung“ zu sein.

Über die entstehenden Bauten informierte Martin Kopp vom Architekturbüro f64, das die „zeilenartige Bebauung“ durch zwei sich gegenüberliegende Gruppen von Häusern zugunsten einer lockeren Anordnung aufgelöst hat.

Christine Tröger

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