Startschuss gefallen

Im zweiten Anlauf klappt es

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Mal ein ganz anderes Spatenstich-Foto: Mit Spaten, Helmen und Buchstaben stellten sich Bauherren, Architekten und die Bewohner des künftigen Wohngebäudes zu einem Erinnerungsfoto. Ganz links im Bild: Alwin Hönicke, Geschäftsführer der Lebenshilfe Kempten, Architekt Werner Seibt, Max Wild von der Tiefbau-Firma. Das „T“ der Straße hält Lebenshilfevorsitzender Bernhard Schmidt, das „ß“ hält Bereichsleiter Jürgen Schulz und rechts zwischen „A“ und „C“ steht Bürgermeister Josef Mayr. Das „H“ in der Hand hat Lebenshilfe-Ehrenvorsitzender Klaus Meyer. Da-zwischen stehen die künftigen Bewohner und ihre Betreuer.

Kempten – „Was lange währt, wird doch noch gut“, freute sich Bürgermeister Josef Mayr (CSU) beim Spatenstich zum „Wohn- und Lebensprojekt Kempten Rottachstraße“ der Lebenshilfe Kempten mit den künftigen Bewohnern mit Handicap und weiteren Gästen, dass jetzt endlich die Bagger rollen.

„Wir sind sehr froh, dass wir endlich den symbolischen Spatenstich tun dürfen“, riss Lebenshilfevorsitzender Bernhard Schmidt die Geschichte des neuen Bauvorhabens ab 2009 an, die sich aufgrund veränderter politischer Vorgaben Anfang 2012 nach der ersten großen Benefizveranstaltung für das Projekt noch einmal komplett veränderte.

Doch jetzt stehen alle Signale auf grün: 24 Wohnheimplätze und zwei Kurzzeit-Pflegeplätze für Erwachsene mit einer geistigen und schwermehrfachen Behinderung werden hier an der Rottachstraße 48 ½ im ersten Bauabschnitt entstehen. 12 Plätze davon gelten als Ersatz für das seit 1977 genutzte Wohnheim am Mühlweg. Im zweiten Bauabschnitt folgt später eine Seniorentagesstätte für Rentner der Allgäuer Werkstätten und ein Inklusionsbereich mit fünf Appartements und Begegnungsräumen für Menschen mit und ohne Behinderung (der Kreisbote berichtete).

Lange Warteliste

„Ein selbstbestimmtes Leben – dieses ehrgeizige Ziel haben sich in unserer Stadt die Lebenshilfe Kempten und der Verein Körperbehinderte Allgäu verschrieben – und sie sind dabei auf einem guten Weg“, resümierte Mayr beim Spatenstich. Allerdings: Laut Bereichsleiter Jürgen Schulz warten bei der Lebenshilfe Kempten circa 80 Personen auf einen Wohnheimplatz.

Die Kosten für das Wohnprojekt Rottachstraße belaufen sich für den ersten Bauabschnitt und den Grunderwerb auf rund fünf Millionen Euro, für den zweiten Bauabschnitt auf weitere 2,5 Millionen Euro. Als Eigenleistung muss der Verein rund 2,5 Millionen Euro stemmen.

Das Areal ist rund 6000 Quadratmeter groß. Beim Spatenstich feierten auch Vertreter der Nachbarschaft der umliegenden Wohnhäuser mit der Lebenshilfe.

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