SPD-Stadtratsfraktion äußert sich zum geplanten Bau des Hotelturms

Klare Planung notwendig

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Braucht Kempten den Hotelturm und Betreutes Wohnen bei der Keck-Kapelle?

Kempten – Die SPD-Stadtratsfraktion ist eigenen Angaben nach für die entstandene Diskussion durch das Bauvorhaben eines Hotelturms und einer Anlage für „Betreutes Wohnen für Senioren“ am Berliner Platz dankbar. Das Vorhaben zeige wie notwendig eine grundsätzliche Diskussion über die zukünftige Entwicklung der Stadt ist. Der Investor greife zwei strategische Ziele (Stärkung der Wirtschaftskraft, Ausbau des Tourismus) mit seinem Einzelvorhaben auf.

Wie die SPD-Stadtratsfraktion mitteilt, sei sie diesen Überlegungen gegenüber offen, auch wenn politisch und planerisch noch zu entscheiden sei, ob ein solches Projekt an diese Stelle passt. Es müsse zumindest eine klare Vorstellung/Planung dafür geben, wie neben Soloplan und dem angedachten Projekt die weitere Entwicklung im Bereich Berliner Platz (Verkehrsregelung), im Kasernenareal und an der Ulmer Straße aussehen soll. Die angedachte verkehrliche Erschließung sehe die Fraktion als sehr problematisch an.

Auch das anstehende Projekt „Soziale Stadt Bühl/Ostbahnhof“ sei bei diesen Überlegungen einzubeziehen, so die SPD. Deshalb könne das Projekt nicht einzeln und gesondert verwirklicht werden und Fachleute und Bürger müssten die Möglichkeit bekommen, sich zu den Fragen des Bewahrens und der Entwicklung der Stadt zu äußern. Es müsse zudem sicher gestellt werden, dass durch den Bau des Hotels und der angegliederten Anlage mögliche städteplanerischen Vorstellungen (Gewerbeansiedlung) nicht in Frage gestellt bzw. beeinträchtigt werden. Unabhängig von diesem Projekt habe die SPD-Stadtratsfraktion große Zweifel, ob die sich gerade im Bau befindlichen sowie die darüber hinaus geplanten Einrichtungen im Bereich „Betreutes Wohnen für Senioren“ wirklich der Nachfrage entsprechen. Das auch im Hinblick darauf, wie sich die Einkommenssituation im Alter in Zukunft entwickelt und welche Folgekosten für Kommune oder Bezirk entstehen. „Wenn der Investor den Tourismusbereich fördern will, ist es zudem notwendig, dass die touristischen Angebote in der Stadt u.a. Museumsentwicklung, Burghalde, authentische Orte seitens der Stadt zeitgleich zu realisieren sind“, betont die SPD-Stadtratsfraktion. Erst wenn diese Grundbedingungen ausreichend beantwortet sind, werde sich die Fraktion abschließend zum Wunsch des Investors äußern. kb

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