Sperrung der Salzstraße würde Gefahrenzone beseitigen und zusätzliche Ausstellungsfläche schaffen

Aus Sicht der Festwoche positiv

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Durch die Sperrung der Salzstraße während der Allgäuer Festwoche würden die Behelfsübergänge wegfallen und zusätzliche Ausstellungsfläche entstehen. Ob eine Sperrung aus verkehrlicher Sicht möglich ist, wird kommende Woche im Verkehrsausschuss behandelt.

Kempten – Wird die Salzstraße im Bereich zwischen Bodman- und Eberhardstraße während der diesjährigen Allgäuer Festwoche probeweise gesperrt? Zu diesem Thema sollten die Mitglieder des Werkausschusses am Dienstagnachmittag ihre Meinung kundtun. Die Entscheidung darüber wird allerdings kommende Woche im Verkehrsausschuss fallen.

Mit einem entsprechenden Antrag hatten sich die Stadtratsfraktionen von CSU und Freien Wählern kürzlich an OB Thomas Kiechle gewandt (der Kreisbote berichtete). Vorteile einer solchen Sperrung wären laut Festwochenleiterin Martina Dufner-Wucher die auch im Antrag erwähnten Punkte Wegfall der Behelfsübergänge, zusätzliche Ausstellungsfläche sowie die Entschärfung der Gefahrenstelle. Gesperrt werden müsste die Salzstraße von Donnerstagabend vor der Festwoche bis zum letzten Abend. Wie technische Leiterin Marianne Lechner erläuterte, würde der Zugang zum Finanzamt durch Bauzäune geregelt werden und die Zufahrt zum Gebäude Salzstraße 13 wäre möglich. Für einen Stellplatz und eine Doppelgarage müssten für die Zeit der Sperrung Ersatzstellplätze bereitgestellt werden. Auf der neuen Ausstellungsfläche seien nur Aussteller mit Fahrzeugen vorgesehen, so Lechner. Möglichst wenig Aufbauten sollen laut Dufner-Wucher gemacht werden.

"Bauchweh" 

„Ich hab dabei Bauchweh, da die Salzstraße die Ader für Rettungskräfte und Feuerwehr ist“, meinte Peter Wagenbrenner (CSU). Die Sperrung dieses Jahr auszuprobieren sei für ihn okay, „aber wenn es nicht geht, sollten wir es wieder sein lassen“. Ebenfalls „Bauchschmerzen“ hatte Regina Liebhaber (SPD) im Hinblick auf eine mögliche Sperrung, vor allem in einem möglichen Katastrophenfall.

Für Ullrich Kremser (FDP) kommt eine Sperrung überhaupt nicht in Frage. Die umliegenden Straßen, über die der Verkehr dann rollen würde seien zu eng und mit den Anwohnern dieser Straßen sei außerdem nicht gesprochen worden. Er sei nicht nur strikt dagegen, weil auch er selbst mit seiner Firma Anlieger sei, betonte er. „Nicht anfreunden, auch nicht für einen Versuch“ konnte sich auch Ingrid ­Vornberger (SPD) aufgrund der engen Straßen, durch die der Verkehr während der Sperrung dann rollen würde.

„Für die Festwoche wäre es eine tolle Sache“, meinte dagegen Klaus Knoll (FW/ÜP). Für seinen Parteikollegen und Festwochenbeauftragten Hans-Peter Hartmann ging es „rein um die Sicherheit“. „Kriegsentscheidend ist für mich die Gefährlichkeit der Übergänge, die wir durch eine Sperrung nicht mehr hätten. Ich möchte aus der Gefahrenzone raus.“ Einen Versuch wert ist es für Birgit Geppert (CSU). „Wenn die Salzstraße saniert werden müsste, müsste es auch gehen“, argumentierte sie.

„Die Vorteile für die Festwoche liegen auf der Hand“, meinte OB Thomas Kiechle abschließend. Diese müsse man in Abwägung zur Verkehrssituation sehen. Fortsetzung folgt nach dem Verkehrsausschuss...

Melanie Weidle

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