Sieben Jahre Bauzeit - Eröffnung des Spielparks Sankt Mang

Bolzen, klettern, genießen

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Mit dem Steigenlassen von 81 bunten Heliumballons galt der Spielpark Sankt Mang offiziell als eröffnet.

Nach sieben Jahren Bauzeit konnte der Spielpark Sankt Mang am vergangenen Freitag endlich seiner Bestimmung übergeben werden.

Bei einem großen, fröhlichen Stadtteilfest unterzogen die zahlreich erschienenen Besucher die abwechslungsreich angelegte, weitläufige Grünanlage, die für jede Altersklasse etwas zu bieten hat, gleich einem ersten Praxistest. 

Der 17.000 Quadratmeter große Spiel- und Sportpark ist wie eine lichte, freundliche und übersichtliche grüne Insel in der Stadt. Für Ruhesuchende bietet er einen 500 Meter langen, befestigten Rundweg, sowie lauschige Plätzchen unter Bäumen und auf den weitläufigen Rasenflächen. Kinder bis etwa zehn Jahren haben die Auswahl zwischen drei (im jüngsten Bauabschnitt realisierten) Abenteuer-Spielinseln. Diese sind mit Kletterstämmen, Findlingen, Seilen, Schaukeln, Weidengebüschen und auch bewusst mit schmalen Pfaden, Verstecken und Hindernissen gestaltet. Eltern können die Kleinen hier entspannt „springen lassen“, denn der Park ist zwar von der Quiberon- und Magnusstraße aus gut erreichbar, aber weit von beiden zurückgezogen. Für größere Kinder und Jugendliche stehen ein öffentlich zugänglicher und ganzjährig bespielbarer Bolzplatz mit Kunstrasenbelag sowie ein Allwetter-Basketballfeld mit Kunststoffbelag und Sitzstufen zur Verfügung. Ein dritter Sportbereich ist für eine spätere, mögliche Sportfläche (zum Beispiel eine Skatelandschaft) bereits in der Anlage des Bodens und in der Geländemodellierung vorbereitet. Eine kleine Kiesfläche bietet bei Veranstaltungen Platz für Stände und Buden. Alle Bereiche sind barrierefrei erreichbar. 

Der Spielpark entstand im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt St. Mang“. Er wurde nach umfangreichen Gesprächen mit beteiligten Ämtern, dem Stadtteilbüro, Anliegern und Nutzern vom Kemptener Architekturbüro Helmchen Garten- und Landschaftsarchitektur geplant. Die Kosten für die Gestaltung des Parks beliefen sich insgesamt auf rund 600.000 Euro (ein Drittel davon trug die Regierung von Schwaben). Die Spielinseln schlugen allein mit 238.000 Euro zu Buche. 120.000 Euro hiervon wurden von der Regierung von Schwaben im Rahmen einer Förderung übernommen. 

Bürgermeister Josef Mayr lobte die beispielhafte Zusammenarbeit und den großen Einsatz aller an dem Projekt Beteiligten. Besondere Beachtung erfuhr die Praxisklasse der Robert Schuman-Schule: Unter Leitung des Sozialpädagogen Georg Holzmann hatten die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren das metallene, an Betonpfeilern aufgehängte Begrüßungsschild am Eingang des Parks gefertigt. Die fleißige Truppe schilderte unter dem anerkennenden Applaus der Zuhörer, welche Anforderungen und Schwierigkeiten mit der Anfertigung und dem Aufstellen des Schildes verbunden waren. 

Nach der Segnung des Parks durch die beiden Pfarrer Martin Weinreich und Thomas Hagen ließen die Besucher die zuvor verteilten bunten Heliumballons auf ein Kommando des Bürgermeisters als Zeichen der offiziellen Eröffnung in den Himmel fliegen. 

Bei dem anschließenden Fest an dessen Ausrichtung unter anderem auch das Jugendzentrum Sankt Mang, die Wohnfamilie Ohnesorg, der Bambini- park, der Musikverein Sankt Mang sowie die Freiwillige Feuerwehr beteiligt waren, gab es neben Informationsmaterial, Speis und Trank auch eine Hüpfburg und Kinderschminken. Zugleich lockten das Spielmobil und die Freiwillige Feuerwehr die vielen kleinen Besucher mit spannender Unterhaltung an. 

Architektin Katrin Helmchen zeigte sich auf Nachfrage sehr zufrieden mit dem Resultat ihrer langjährigen Arbeit. Sie hoffe, dass im Lauf der Zeit auch noch Parkbänke für Senioren, Spaziergänger, Ruhesuchende oder Mütter mit kleinen Kindern ihren Weg in den Park fänden – und dass Hundebesitzer darauf achteten, die Rasenflächen nicht zur Hundetoilette geraten zu lassen.  Sabine Stodal

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