Spitzenwerte in Bayern

Eine positive Bilanz zieht Bärbel Fuchs, Geschäftsleiterin DB Regio Allgäu-Schwaben, nach den ersten 100 Tagen Neigetechnik. Foto: Tröger

Seit 100 Tagen schickt die DB Regio Allgäu-Schwaben Züge mit Neigetechnik über das regionale Schienennetz und diese 100 Tage „sind gut gelaufen“, zog Bärbel Fuchs, Geschäftsleiterin DB Regio Allgäu-Schwaben eine „zufriedenstellende“ Bilanz.

Laut Infas-Umfrage sei man, was die Pünktlichkeit angehe, „mit Spitzenwerten in Bayern unterwegs“, gab sie 95 Prozent der Züge als zuverlässig und pünktlich an. Etwas abgeschwächt worden sei das im Januar „sehr pünktliche“ Ergebnis durch die Tage im Februar mit Schnee und strengem Frost. Da hätten sich jedenfalls die Vorkehrungen im DB-Regio Werk in Kempten bewährt, wie zusätzliche Heizgebläse, um Fahrzeuge von unten schnell aufheizen zu können oder „ein Auftauzelt, um die Fahrzeuge vorzubereiten“. In den ersten drei Monaten habe es insgesamt keine Ausfälle gegeben, „die über das normale Maß hinaus gehen“, wie sie betonte. Zudem käme die Betreuung durch die Zugbegleiter „bei den Kunden gut an“, nannte sie Noten zwischen 2,1 und 2,3 für Kompetenz und Informationen bei Unregelmäßigkeiten. Doch auch angesichts der durchaus positiven Bilanz der ersten 100 Tage steckte Bärbel Fuchs weiter hohe Ziele für die in Sachen Kundenzufriedenheit bayernweite Nummer eins unter den DB-Regionalgesellschaften: „Es ist noch Luft nach oben“. Ziel sei, in der Qualität „ganz ganz weit nach vorne zu kommen“. Etwas „betrübt“ sei sie noch über den derzeitigen Außenzustand der Neigetechnikwagons, wofür sie als Grund den Bau einer neuen Außenreinigungsanlage angab, in die die alte Anlage integriert werde und deshalb seit etwa drei Monaten nicht verfügbar sei. Bis Ende April soll der „Frühjahrsputz“ laut Fuchs dann aber abgeschlossen sein und die Waggons von ihrem Schmutz wieder befreit sein. Mehr Stauraum Einige Verbesserungen kündigte sie auch für das Innere der Neigetechnikzüge an, wie mehr Stauraum für Koffer in den Zügen der 2. Klasse. In der 1. Klasse sollen sie Teppiche ausgetauscht und künftig alle Sitze zu Vierer-Gruppen gedreht werden können. Zusätzliche Tische sollen des weiteren „das Arbeiten überall ermöglichen“. Auch vereinzelte Nachbesserungen im Allgäu-Fahrplan der DB würden derzeit in Abstimmung mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die die Fahrpläne bestellt, geprüft. „Über eine Million Euro“, bemerkte Franz Lindemair, Pressesprecher Bayern der Deutschen Bahn AG, „haben wir in den letzten zehn Jahren im Allgäu investiert“. Er zeigte sich insgesamt sehr zufrieden mit der Entwicklung. Einen bei der Neigetechnik immer wieder thematisierten „Wermutstropfen“ konnte Fuchs weitgehend entkräften: Zwar gebe es „einzelne Kunden“, die bei der Neigetechnik Probleme mit Übelkeit hätten, was mit einem mittleren Sitzplatz in der Regel behoben werden könne. „Die meisten aber merken gar nichts“, versicherte sie.

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