Sprinkart will’s nochmal wissen

Der Oberallgäuer Adi Sprinkart will erneut für die Grünen in den Landtag einziehen. Foto: privat

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Adi Sprinkart will sich noch einmal für eine Kandidatur im Wahlkreis Sonthofen/Lindau bewerben. Das gab er jetzt beim „Grünen-Stammtisch“ des Kreisverbandes Oberallgäu in Sonthofen bekannt. Gerade im Hinblick auf eine mögliche Regierungsbeteilung der Grünen findet er es reizvoll erneut anzutreten. Sprinkart sieht einen Machtwechsel in Bayern „in Reichweite“. „Wir freuen uns, dass du das Allgäu für die Grünen in München weiterhin vertreten willst“, lobte Kreissprecherin Elfriede Roth die Arbeit des Abgeordneten.

„Das wird eine knappe und spannende Sache“, erwartet Sprinkart ein Kopf an Kopf Rennen zwischen CSU und den drei Oppositionsparteien Grüne, SPD und Freie Wähler (FW). „In vielen Punkten gibt es eine inhaltliche Übereinstimmung“, sieht zumindest er „keine unüberwindbaren Schwierigkeiten“ in einer möglichen Dreierkoalition. Die Grünen sieht er bei der kommenden Landtagswahl „deutlich als drittstärkste Kraft“. Kritik an Energiepolitik „Umweltkompetenz und Bildung ist unser Markenkern“, ging Sprinkart auf die wichtigsten inhaltlichen Themen ein. Bei der Energiepolitik gehe es „einfach nicht voran“, so Sprinkart. „Ein beschlossener Atomausstieg ist noch keine Energiewende“, vermisst er finanzielle Anreize zur energetischen Sanierung und mehr Schwung bei der Ausweisung von Vorranggebieten für Windkraft. Der „Kahlschlag“ von Schwarz-Gelb bei der Photovoltaik behindere die Energiewende massiv, vor allem im Süden Deutschlands. Er habe noch keine Politik einer Regierung gesehen, die so massiv auf die Vernichtung von Arbeitsplätzen setzt“. „Die Grünen setzen auf Chancengleichheit und den Erhalt wohnortnaher Schulen“, machte Sprinkart die Schwerpunkte bei der Bildungspolitik deutlich. Sehr selbstbewusst Gerade in Schwaben sehen die Grünen – derzeit mit drei Abgeordneten im Landtag vertreten – noch „Wachstumspotential“. Die schwäbischen Grünen lagen schon bei der letzten Wahl über dem Bayerndurchschnitt der Partei, so Sprinkart. „Wir können selbstbewusst in die nächsten Wahlkämpfe gehen“, zog Roth ein positives Fazit des Abends.

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