Auf den Spuren der Römer

Dr. Ute Schmidt-Berger ist stolz auf ihre Kollegen, Schüler und auch ihre eigene Arbeit. Foto: Schubert

Dr. Ute Schmidt- Berger strahlte: Endlich konnte der auf ihre Initiative gedrehte Film über die Römer in Isny offiziell vorgestellt werden. Das war im Vorfeld nicht gerade wenig Arbeit für die Projektbeteiligten, die dafür bewältigt werden musste. Zuerst die Überzeugungsarbeit bei Schülern und Lehrkräften, dann die suche nach Sponsoren dieses Unternehmens und schließlich möglichst exakte Nachforschung über die Geschichte der Römer in Isny.

Das Kastell Vemania an der Römerstrasse von Bregenz nach Kempten war mit großer Wahrscheinlichkeit die Ursache für die Namensgebung Isnys. So lautet jedenfalls eine der Deutungen. Demnach soll dort ein Tempel der Isis gestanden haben. Die Verehrung dieser Göttin hatten wohl die Römer aus dem vorderen Orient mitgebracht. Spannendes Gerüst Ebenfalls im Gespräch, jedoch nicht für das Filmprojekt, ist allerdings die Ableitung aus Keltischem Wortschatz. Doch zurück zum Film. Eine klare Gliederung macht das Verständnis leicht. Vom Rundgang durch die heutige Stadt, dem Ausflug ins Mittelalter, als zwei Schatzsuchern ein Münzschatz und Schmuck in die Hände kam die dem Abt vorgelegt wurden, und der Geschichte des Vergrabens dieses Schatzes in römischer Zeit, wahrscheinlich im Jahre 305, bildeten das Gerüst dieser Handlung. Und warum die Lateinklasse? Nun, während in Neuzeit und Mittelalter Deutsch in Variationen gesprochen wurde, sind die Text der dritten Geschichte Latein mit Untertitel. Nichts ist lehrreicher als der Umgang mit einer Handlung und das Lernen der dazu benötigten Texte. Das wird aus Latein quasi wieder eine „lebendige Sprache.“ Erfolgreiches Projekt Jetzt kann man über das Sekretariat des Gymnasiums die DVD auch erwerben und man kann schnell bestätigen: Das lohnt sich. Da wird im Rahmen der überlieferten Fakten und mit ein wenig Fantasie eine Geschichte geboten, die man als Schulprojekt nicht besser präsentieren kann. Schulrektor Jochen Müller lobte die Akteure und freute sich, dass neben der baulichen Erweiterung der Schule auch geistig etwas geboten werden kann. Die Geschichte der Römer in dieser Region ist sowieso gerade ein großes Thema. Die Gemeinden von Kempten bis Bregenz arbeiten gerade an einer „Römerroute“, die alle wichtigen Punkte von Interesse auf dieser Strecke miteinander verbinden soll.

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