Staatsanwalt fordert Härte

Im Strafverfahren gegen Manfred Georg W. hat die Staatsanwaltschaft Kempten die nachträgliche Unterbringung in der Sicherungsverwahrung beantragt. Die große Jugendkammer des Landgerichts hat für Dienstag, 23. März, 8.30 Uhr und Donnerstag, 25. März, 9 Uhr zwei Hauptverhandlungstermine anberaumt und dazu zwei psychiatrische Sachverständige geladen.

W. wurde mit Urteil des Landgerichts Kempten vom 3. November 2005, rechtskräftig seit dem 15. November 2005, wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in 32 Fällen, verübt im Zeitraum von April 2001 bis Januar 2005, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Seine Gesamtgefängnisstrafe saß er in verschiedenen Justizvollzugsanstalten ab, wobei das Strafende jetzt im März 2010 erreicht ist. Derzeit befindet sich der Betroffene noch in Haft. Den Antrag auf nachträgliche Anordnung der Sicherungsverwahrung begründet die Staatsanwaltschaft damit, dass nach dem Urteil vom 3. November 2005 Tatsachen erkennbar geworden sind, die darauf schließen lassen, dass von dem Betroffenen eine erhebliche Gefährlichkeit für die Allgemeinheit ausgeht und anzunehmen ist, dass der Betroffene – im Hinblick auf psychische Auffälligkeiten – nach der Entlassung aus der Strafhaft wieder erhebliche Straftaten begehen wird. Rückfall befürchtet Die Gesamtwürdigung des Verurteilten, seiner Taten und seine Entwicklung im Strafvollzug haben aus Sicht der Staatsanwaltschaft ergeben, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder erhebliche Straftaten begehen wird, durch die die Opfer seelisch oder körperlich schwer geschädigt werden könnten. Die große Jugendkammer des Landgerichts hat deshalb für Dienstag, 23. März, 8.30 Uhr und Donnerstag, 25. März, 9 Uhr Hauptverhandlungstermine anberaumt und dazu zwei psychiatrische Sachverständige geladen.

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