Kommandant Andreas Hofer übergibt sein Amt an Stefan Hager 

Stabswechsel bei der FFW Kempten 

Stefan Hager (re.) ist neuer Kommandant und Stadtbrandrat, Richard Glässer (li.) neuer stellvertretender Kommandant und Stadtbrandinspektor.
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Stefan Hager (re.) ist neuer Kommandant und Stadtbrandrat, Richard Glässer (li.) neuer stellvertretender Kommandant und Stadtbrandinspektor.

Kempten – Ende letzter Woche waren 247 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Kempten aufgerufen, einen Kommandanten und auch dessen Stellvertreter für die nächsten sechs Jahre zu wählen. Unter einem strengen Hygieneschutzkonzept fand die Wahl in der Fahrzeughalle der Kemptener Feuerwehr statt. 

117 Wahlberechtigte ga- ben ihre Stimme ab. Der bisher Stellvertretende Kommandant Stefan Hager wurde mit 104 Stimmen zum neuen Kommandanten und zugleich zum Stadtbrandrat gewählt. Als Stadtbrandrat unterstehen ihm alle Kemptener Feuerwehren. Zum Stellvertretenden Kommandanten und Stadtbrandinspektor wurde Richard Glässer berufen, er erhielt 96 Stimmen.

Nach Auszählung der Stimmen gab Oberbürgermeister Thomas Kiechle das Ergebnis bekannt. „Die Nachfolgeregelung ist in einer sehr guten Art und Weise durchgeführt worden“, sagte er. „Mit großer Mehrheit wurden Stefan Hager und Richard Glässer gewählt.“ Die Übernahme des neuen Amtes und der neuen Aufgabe seien mit großer Verantwortung für die Kameradinnen und Kameraden, sowie für die Bürgerschaft verbunden. „Diese Einrichtung der Stadt ist zuständig für abwehrenden Brandschutz, Technische Hilfe, Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz.“ Der Kommandant habe vielfältige Aufgaben, erklärte der Oberbürgermeister. Angefangen bei der Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans und verwaltungstechnischen Aufgaben, über die Feuerwache bis hin zur Koordination von Brandeinsätzen, die eine gute Ausbildung und die Übernahme großer Verantwortung erforderten. Über 400 ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ihm zufolge in unterschiedlichen Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr. Sie helfen und unterstützen die hauptamtlichen Feuerwehrkräfte.

Unter Aufsicht von OB Thomas Kiechle (li.) wurde die Wahlurne mit den Stimmzetteln vom Stadtrat und Feuerwehrbeauftragten Peter Wagenbrenner (Mitte) und von Stadtdirektor Wolfgang Klaus (re.) entleert, um die Auszählung vornehmen zu können.

Zurückblickend sei das Jahr der Pandemie für die Einsatzkräfte der Feuerwehr eine große Herausforderung gewesen, erklärte Kiechle. Übungen, digitale Prozesse und die Einsätze seien trotz erschwerter Bedingungen weiter durchgeführt worden. Doch der kameradschaftliche Aspekt konnte nicht mehr so umgesetzt und gepflegt werden wie vor Corona, bedauerte der OB. Es sei den Einsatzkräften höchst anzurechnen, trotz dieser zusätzlichen Herausforderungen ihr Möglichstes für die Sicherheit getan zu haben, betonte Kiechle. „Ich habe immer ein gutes Gefühl gehabt, mich in den besten Händen zu wissen, was die Sicherheit betrifft.“ Kiechle wünschte für den Dienst am Nächsten stets ein glückliches Händchen und Gottes Segen.
Der neu gewählte Kommandant Stefan Hager bedankte sich für den Vertrauensvorschuss. Es sei schwierig, wegen der Pandemie, Jugendarbeit und Vereinstätigkeiten, die zum kulturellen Leben in Kempten beitragen, in der gewohnten Art und Weise umzusetzen. Doch trotz allem, „ich freue mich riesig auf meine neue Aufgabe“, erklärte Hager freudestrahlend. Er habe ein super Team und bitte jeden Einzelnen die Feuerwehr zu unterstützen. Der gewählte Stellvertretende Kommandant Richard Glässer schloss sich mit einem herzlichen Dankeschön seinem Vorredner und zukünftigem Chef an.

Stefan Hager und Richard Glässer sind beide erfahrene Feuerwehrleute. Hager ist seit 27 Jahren dabei. In der Jugendfeuerwehr habe er erste Erfahrungen sammeln können, er sei Maschinist und Atemschutzgeräteträger gewesen und im Jahr 2009 habe er den Löschzug 2 als Zugführer übernommen, beschrieb Hager seine Lauf- bahn bei der Freiwilligen Feuerwehr Kempten. Seit 2015 hat er das Amt des Stellvertretenden Kommandanten und Stadtbrandinspektors inne.

Richard Glässer kam mit 14 Jahren zur Jugendfeuerwehr. Schon sein Onkel sei bei der Feuerwehr gewesen, erzählte er. Ihn habe schon immer die Technik interessiert. Zugleich wollte er sich sozial engagieren und anderen Menschen helfen. Glässer war zuletzt Stadtbrand- meister.

Mit einer kleinen Brotzeit feierten die Wahlsieger unter Einhaltung des Mindestabstands ihren Wahlsieg.

Christine Reder

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