Bürgerbefragung in Kempten-Ost

"Wünsch dir was"

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Gut gemeinte „Denkzettel“ hefteten die Bürger aus Kempten-Ost an die bereitgestellten Pinwände am Pavillon der Stadt Kempten an der Kirche Sankt Ulrich. Zuständige Vertreter der Stadt wollten am „Tag der Städtebauförderung“ mehr über die Wünsche und Anliegen der Bürger vor Ort erfahren.

Am vergangenen Samstag war bundesweit der „Tag der Städtebauförderung“. Auch die Stadtteile Kempten-Ost, Auf dem Lindenberg, Augartenweg und Bühl möchten mit Mitteln des Bundes und des Freistaates den Bürgern mehr Wohn- und Lebensqualität schaffen.

In Kempten hat man sehr gute Erfahrungen mit dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ gemacht, sind es doch die Stadtteile Sankt Mang und Thingers-Nord, die seit 1999 mit tollen Projekten und neuen Einrichtungen für Bürgerinnen und Bürger von diesen Fördermaßnahmen stark profitiert haben. In beiden Stadtteilen wurde die Lebens- und Aufenthaltsqualität signifikant verbessert.

Angestrebte Ziele

Im Vorlauf zur Realisierungsphase beschlossener Projekte möchte die Stadt unter Einbeziehung der Bürger vor Ort evaluieren „wo der Schuh drückt“ und was sich die Menschen in ihren Wohnquartieren ganz oben auf der Agenda wünschen. Zusammenfassend können dabei vier Ziele formuliert werden: Aufwertung der Wohnqualität, des Wohnumfeldes und des öffentlichen Raumes; Verbesserung der Grünverbindungen; Verbesserung der sozialen und kulturellen Angebote und Stärkung des Zusammenlebens und der Integration in den Nachbarschaften.

Bürgermeinung erwünscht

An der Kirche Sankt Ulrich im Brodkorbweg hatte die Stadt Kempten am vergangenen Samstag zu einem Pavillon mit Stell- und Pinnwänden eingeladen. An einem Kartentisch wurden die Bürger ermuntert mit bunten Punkten ihre Anliegen zu verorten. Viele Einwohner der östlichen Stadtteile nahmen das Angebot an, beschrieben bunte Wunschkarten und markierten die Hotspots ihrer Anliegen auf der Übersichtskarte. Zudem konnten sie ihre Wünsche gegenüber Mitarbeitern der städtischen Referate äußern. Anwesend waren unter anderem Bendikt Mayer, Referent für Jugend, Schule und Soziales, und Dagmar Lazar, Leiterin des Amts für Wirtschaft- und Stadtentwicklung. Das Gespräch mit den Bürgern suchten auch die Stadträte Siegfried Oberdörfer (SPD) und Hans-Peter Hartmann (FW). Oberbürgermeister Thomas Kiechle gesellte sich zum Infostand und bedankte sich für das wochenendliche Engagement der Stadtbediensteten.

Wo drückt der Schuh?

Ein zentraler Punkt der zukünftigen Aktivitäten wird die Sanierung der Grund- und Mittelschule Auf dem Lindenberg sein. Aber auch woanders tun sich für jedermann sichtbar Probleme auf: Zerschneidung von Wohngebieten durch breite, stark frequentierte Straßen, die häufig unüberwindbare Barrieren für Fußgänger und Fahrradfahrer darstellen, baulicher Zustand mancher Gebäude, mangelhafte Wohnumfeldsituationen, stark lärmbelastete Wohnlagen, fehlende Spielplätze und mangelhafte Ausgestaltung und Aufenthaltsqualität in öffentlichen Frei- und Grünflächen. Die Auftaktaktion der Stadt Kempten zur „Sozialen Stadt“ Kempten-Ost konnte aufgrund des regen Bürgerinteresses als Erfolg gewertet werden. Kempten-Ost ist mit der B12 die Einfallsschneise zur Allgäu-Metropole und im Angesicht nicht nur der geplanten Teilnahme am Städtebauprojekt „Soziale Stadt“, sondern der Konversion auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände, den Plänen zum Bau eines Bürotowers und einer Seniorenresidenz und der Umgestaltung des Berliner Platzes im Rahmen des Mobilitätskonzeptes 2030, wird es genau dieser Teil Kemptens sein, der sein Gesicht in der nächsten Dekade am nachhaltigsten verändern wird.

Jörg Spielberg

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