Anziehungspunkt Römerspielplatz 

Fest im Griff der kleinen Römer

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Zusammen mit römischen Soldaten in historischen Rüstungen feierten die kleinen Römer vom Kindergarten St. Ulrich und von der Schule auf dem Lindenberg die Eröffnung des Römerspielplatzes am APC.

Nach einem Jahr Bauzeit übergab Oberbürgermeister Thomas Kiechle am Freitag den neugestalteten Römerspielplatz im Kemptener Osten an die Kinder, die diesem Termin schon seit Wochen entgegenfieberten.

In seinem Grußwort ging Kiechle auf die Entstehung der Idee Römerspielplatz ein und ließ dabei nicht unerwähnt, dass er selbst in seiner Schülerzeit so manche Stunde auf der Spielwiese am Lindenberg verbracht habe. Umso mehr habe er sich gefreut, dass im Jahr 2010 ein Arbeitskreis die Umgestaltung des Spielplatzes am Cambodunumweg vorgeschlagen habe. Eingebettet in den Masterplan Museumslandschaft wurde der Teilbereich Spielplatz als Baumaßnahme ausgeschrieben. Als Ziel wurde definiert an dieser Stelle einen Themenspielplatz zu gestalten, der sowohl die Elemente Spiel als auch Erholung verbinden sollte – und all dies im Bewusstsein der 2000-jährigen Geschichte der Grundmauern auf denen man sich hier bewege. Vor zwei Jahren präsentierten die Landschaftsarchitekten geiger & waltner aus Kempten ihren Entwurf für das Projekt. Unter dem Motto „RÖM-ER-LEBEN“ entwickelten sie ein Konzept, das eine attraktive Freizeitanlage mit der Aufwertung des Wohnviertels verknüpfte. Der Bezug zur historischen Römerstadt auf dem Lindenberg überzeugte Stadträte, Bauverwaltung sowie Anwohner und so konnten im Frühjahr 2014 die Bauarbeiten beginnen. 

Dass die ursprünglich angestrebte Fertigstellung im Herbst 2014 nicht einzuhalten war, begründete Thomas Geiger vom Planungsbüro mit den besonderen Herausforderungen einer Baumaßnahme, die sich auf diesem historischen Grund ergeben hätten. So entdeckten die Archäologen um Grabungsleiter Ernst Sontheim im Bereich der „Insula 7“ die Grundmauern von drei bis dahin unbekannten Gebäuden (der Kreisbote berichtete). Diese unerwarteten Fundstücke und die Einzelanfertigung der Spielanlagen verzögerten die Bauarbeiten. Umso erfreuter zeigten sich alle Mitarbeiter des Planungsbüros über die Umsetzung und die fröhliche Eröffnungsfeier, die durch die Kinder vom Kindergarten St. Ulrich musikalisch und die Schüler von der Schule auf dem Lindenberg tänzerisch mitgestaltet wurde. 

Dass die Bauarbeiten nun ein Ende gefunden haben gefällt nicht zuletzt Connie Gourguis vom Römercafe „Taberna“. Bei Kaffee, Kuchen und römischen Spezialitäten lässt es sich auf der neuen Terrasse entspannen während die kleinen Römer auf dem Schiff durch den Sandspiel- platz segeln und am Aquädukt mit dem Wasser spielen können. Michael Schropp

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