Einen Beitrag leistet auch das Stadtradeln

Stadt spart CO2

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Kempten – 164 Millionen Tonnen CO2 wurden 2014 in Deutschland allein durch den Verkehrssektor in die Luft geblasen. Bis 2020 sollen es nach Wunsch der Bundesregierung 22 Prozent weniger werden. Auch in Kempten wird an einer Reduzierung gearbeitet, wie Kemptens Klimaschutzmanager Thomas Weiß vor dem Umweltausschuss darlegte.

Unter anderem unterhalte die Stadt bereits vier E-Fahrzeuge, 2016/2017 sollen weitere fünf solcher zu 50 Prozent geförderter E-Fahrzeuge dazu kommen. Alles in Allem wurden 2014 mit städtischen Fahrzeugen bei rund 1,8 Millionen gefahrener Kilometer insgesamt gut 168.000 Liter Diesel und fast 15.000 Liter Super verbraucht. Im Folgejahr hätten, so Weiß, bereits rund 15 Prozent durch Erdgas oder Strom ersetzt werden können. Einstimmig sprach sich das Gremium unter anderem dafür aus, dass die bereits seit drei Jahren durchgeführten Sprit-Sparkurse weiter durchgeführt werden sollen.

Einen Beitrag zum „Aktiven Klimaschutz“ soll auch das Stadtradeln liefern, das dieses Jahr am 9. Juli stattfinden wird. Laut Rechnung von Weiß wurden durch die insgesamt rund 1000 Teilnehmer in den vier Jahren Stadtradeln bereits knapp 37 Tonnen CO2 eingespart. Um die 2016 angestrebten 100.000 von Stadtradlern erstrampelten Kilometer zu erreichen (2015 waren es 91.000 Kilometer), „braucht es natürlich deutlich mehr Teilnehmer als in den letzten Jahren“, meinte Weiß. Auch ein „Fiasko“ wie es der Radtag im vergangenen Jahr geworden sei – Sonntag, 38 Grad im Schatten, da hätten „kaum Leute den Weg in die Stadt gefunden“ und auch die Öffentlichkeitsarbeit sei nicht richtig gewesen – soll es heuer nicht mehr geben. Unter anderem will man deshalb mehr Werbung an den Schulen dafür machen.

Außerdem ist geplant, den Radtag diesmal mit einem Festwochen-Kriterium vom RSC durchzuführen. Der Rundkurs soll über Hildegard- und Residenzplatz geführt werden und zwar an einem Samstag, nach dem Wochenmarkt, mit Starts um 17 Uhr (Jugend) und um 19 Uhr (Hauptrennen). Dadurch „erhoffen wir uns höhere Besucherzahlen“, so Weiß, auch da es eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem RSC ist, der sich davon wiederum eine Belebung des Radsports verspricht und darüber hinaus trage die Veranstaltung zur Belebung der nördlichen Innenstadt bei.

Theo Dodel-Hefele (Grüne), selbst Rennradfahrer, wies darauf hin, dass bei Nässe möglicherweise der ein oder andere „in die falsche Richtung rutscht“, da die angedachte Strecke unterschiedliche Straßenbeläge habe. Das mache es aus Sicht des RSC „interessanter“, erklärte Weiß.

Christine Tröger

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