Hohe Erschließungskosten und Bedarf an Wohnraum

Baugebiet Halde wird (nach)verdichtet

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Die Grafik zeigt die Gebäude, die erhöht werden, beziehungsweise die Flächen, an denen Bauplätze entstehen. Zur Orientierung: die rechte Bildseite ist der Norden.

Kempten – Weil die Erschließungskosten im Baugebiet „Halde Nord“ „vergleichsweise hoch“ ausfallen, hat der Bauausschuss diese Woche einer moderaten Nachverdichtung und Ergänzung von Wohnbauflächen zugestimmt, auch wenn der Begriff „Nachverdichtung“ hier irreführend ist, schließlich sind die vorgesehenen Gebäude erst in Planung.

Von Anfang an waren im Baugebiet Reserveflächen vorgesehen gewesen, etwa zentral auf der Quartiersgrünfläche. Diese werden nun auch zur Wohnfläche. Daneben sollen die Geschosswohnungsbauten etwas in die Höhe wachsen. „5000 bis 6500 Quadratmeter zusätzliche Wohnfläche wird so möglich“, sagte Baureferent Tim Koemstedt. Benötigt werde deshalb auch mehr Ausgleichsfläche. Zwar gebe es für das Gebiet derzeit einen Überschuss an Ausgleichsflächen, doch werde dieser durch die Erweiterung aufgezehrt und um rund 2000 Quadratmeter überschritten. 

Voraussichtlich können die nötig werdenden Ausgleichsflächen auf den Grünflächen im Baugebiet entstehen. Gründe für die hohen Erschließungskosten sind laut Koemstedt die Tatsache, dass das Kemptener Kommunalunternehmen, welches für die Wasser- und Abwasserentsorgung zuständig ist, die Kosten vollständig umlegen muss; daneben das stark geneigte Gelände, das besondere Maß- nahmen zur Oberflächenentwässerung notwendig macht – gerade bei starkem Regen und nicht zuletzt die Baupreissteigerungen, vor allem im Tiefbaubereich. Koemstedt geht davon aus, dass die Planungen durch die Nachverdichtung vier Monate länger dauern als bisher veranschlagt. „Diese vier Monate sind aus meiner Sicht nicht verloren“, sagte CSU-Fraktionschef Erwin Hagenmaier und wies auf den Bedarf an Wohnraum hin. 

Außerdem betrage die Planungszeit ohnehin schon acht Jahre. Ähnlich sah Siegfried Oberdörfer (SPD) die Angelegenheit. Auch wenn die zusätzlichen Wohneinheiten die Erschließungskosten für den Einzelnen nur in geringem Maße senken würden. Er bat mit Blick auf Baumbestand und Bach darum, die Umweltauswirkungen gerade im nördlichen Bereich genau zu prüfen. Die Grafik zeigt die Gebäude, die erhöht werden, beziehungsweise die Flächen, an denen Bauplätze entstehen. 


Susanne Lüderitz

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