Bauausschuss ist einer Meinung

"Grundsätzlich zu begrüßen"

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Nach den Plänen von Hausbesitzer Robert Neuner soll das derzeitige flache Geschäftshaus abgerissen und ein neues, vierstöckiges Wohn- und Geschäftshaus gebaut werden.

Kempten – Derzeit geht das Gebäude Poststraße 5, indem Neuner Sport untergebracht ist, zwischen den zwei großen Häusern links und rechts fast ein bisschen unter. Das soll sich nun ändern. Der Bauausschuss gab am Dienstagabend einstimmig einer Voranfrage über den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses in diesem Bereich grünes Licht. Allerdings muss im weiteren Verlauf der Planungen noch der Anschluss an das Gebäude Poststraße 7 geklärt werden.

Geplant ist ein viergeschossiges Wohn-, Büro- und Geschäftshaus, das an das gelbe Gebäude Poststraße 7 angeschlossen werden und damit die Lücke geschlossen werden soll, erläuterte Bauordnungsamtsleiterin Dr. Franziska Renner. Der Bestand soll abgebrochen werden. „Die Dachform orientiert sich in etwa am Bestand. Es ist ein Mansardwalmdach mit integrierter Dachterrasse geplant.“ An das viergeschossige Haus soll sich im Süden (Innenhof) noch ein zweigeschossiger Bau, ebenfalls mit Dachterrasse, anschließen. Das Erdgeschoss ist als Ladenfläche für Neuner Sport vorgesehen, auf den Stockwerken sind Büros geplant. „Im Dachgeschoss könnte Wohnen entstehen“, so Renner. Der Neubau soll vollständig unterkellert werden und auch eine Tiefgarage, die von Süden her über die bereits bestehende Tiefgarage erschlossen wird, ist Bestand der Bauvoranfrage. Allerdings wird die Tiefgarage wahrscheinlich doch nicht verwirklicht, wie Antragssteller Robert Neuner dem KREISBOTEN verriet. „Wir haben mittlerweile Bodenuntersuchungen und haben Sorge, dass wir in der Tiefe auf viel Grundwasser stoßen.“ Allerdings gehe es bei dem Vorhaben hauptsächlich um die Nachverdichtung in der Poststraße. „Wir sind froh, dass die Stadt hinter der Sache steht“, freute er sich. Und auch alle Nachbarn seien mit dem Vorhaben einverstanden. „Das freut uns wahnsinnig.“ Neuner könnte sich gut vorstellen, dass nach der Erweiterung des Geschäftshauses einige Anwälte in die dann entstandenen Büroräume ziehen. „Die Familie Neuner denkt auch an ein Juristenhaus, gerade wegen der Nähe zum Gericht“, meinte Robert Neuner. 

Bau nur ohne Lücke 

Grundsätzlich steht diesen Plänen auch fast nichts im Wege. „Das Vorhaben füge sich in die Umgebung ein und ist städtebaulich grundsätzlich zu begrüßen“, betonte Renner. Allerdings konnte sie dem Bauherren nicht alle Wünsche erfüllen. Eine spezielle Anfrage, ob der Teil über dem Café, der nicht im Besitz von Neuner ist und somit der Nachbar für den direkten Anschluss investieren müsste, nicht auch später gemacht werden könnte, musste Renner ablehnen. „Das wäre dann keine geschlossene Bauweise mehr“, betonte sie. Diese Thematik soll aber im Laufe der weiteren Planung geklärt werden. CSU-Fraktionschef Erwin Hagenmaier bat die Verwaltung darum zu prüfen, ob die Lücke auch nur im nördlichen Bereich zur Straße hin gefüllt werden könnte. „Der Nachbar sollte nicht gezwungen werden.“ ml

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