Stadtbusse zu alt?

Dass fast ein Jahr lang der Verkehrsausschuss nicht mehr getagt hat, rächt sich nun: Allein Stadtrat Michael Hofer (UB/ödp) hat für die demnächst anstehende April-Sitzung sechs Anfragen bzw. Anträge gestellt. Vor allem ein Punkt in Hofers Fragenkatalog dürfte für hinreichend Diskussionsstoff sorgen.

Denn Hofer will vor allem der Frage nachgehen, ob das Bus-unternehmen, das dem KVB seine Busse zur Verfügung stellt, aufgrund eines neuen Vertrags mit der Stadt alte Busse länger fahren muss. Laut Hofer müsse das Unternehmen wegen des Vertrags seine Busse künftig durchschnittlich sechseinhalb statt der bislang geltenden fünf Jahre im Verkehr belassen. „Wenn diese Informationen stimmen und man bedenkt, dass Nachbarstädte wie Kaufbeuren oder Lindau gerade dabei sind, das Alter ihrer Busflotte auf vier bzw. fünf Jahre zu senken, frage ich an, wie das mit den Klimazielen 2020 der Stadt Kempten vereinbar sind?“, so Hofer in seinem Schreiben an OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Hinsichtlich des Busverkehrs beantragt der Stadtrat außerdem, die Situation an der Kreuzung Robert-Weixler-Straße/Adenauerring zu überprüfen. Seitdem dort der Rechtsabbiege-Pfeil entfernt wurde, „haben die Busse dort wieder unnötig lange Wartezeiten“, kritisiert er. Außerdem beantragt Hofer, an der stadtauswärtigen Kreuzung Beethovenstraße/Salzstraße eine vorgezogene Radaufstellspur einzurichten. Um Autofahrer in Tempolimit-Zonen abzubremsen, fordert der Stadtrat darüber hinaus, regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen in solchen Straßen vorzunehmen. „In den Medien sollte dann über die Ergebnisse berichtet werden“, so Hofer weiter in seinem Schreiben. Darüber hinaus fragt Hofer nach, wie viele Meter Straße inklusive Kanal in den vergangenen fünf Jahren saniert wurden, wie viele ohne Kanalarbeiten und wie hoch die Zuschüsse durch den Bund waren.

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