Nach Rücktritt aus Gemeinderat

Viele Bauprojekte

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Karl Immler.

Isny – Wenn man sich mit Karl Immler unterhält, ist es fast unumgänglich einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu machen.

Nach dem Bürgerentscheid im Februar 2012 mit der für ihn ernüchternden Tatsache, dass 72 Prozent der Bevölkerung das Zumthor-Projekt ablehnten (der KREISBOTE berichtete), ist Karl Immler als Gemeinderat zurückgetreten. Die Restaurierung der Appretur am Diebsturm und einige andere Vorhaben wurden erst einmal ersatzlos gestrichen. Das bedeutet für die Brüder Immler jedoch nicht, dass ihre anderen privaten Aktionen ebenfalls dem Rotstift zum Opfer fallen. Im Gegenteil: Nach einer Phase der allgemeinen Beruhigung geht es nun wieder aktiv weiter. Nach Immlers Meinung ist im vergangenen Jahr von allen Seiten zu wenig geschehen. Zwar wird neben den archäologischen Ausgrabungen neben dem Diebsturm auch die Planung im Bereich der „Altstadt Süd“ weiter vorangetrieben, aber Karl Immler ist nach wie vor der Meinung, dass ohne eine Tiefgarage in diesem Teil der Stadt eine zukunftsweisende Gestaltung nicht sinnvoll ist. (Wenn man allerdings in den gefundenen alten Brunnen schaut, kann man sehen, dass knapp zwei Meter unter dem Geländeniveau das Grundwasser steht.) „Unsere Aussagen zur gewerblichen Entwicklung werden nicht berücksichtigt und vom Bauen von Gewerbebetrieben verstehen wir was“, so Immler. „Die Entwicklung der Kaufkraft ist weiter rückläufig, aber die Stadt ist verpflichtet langfristig zu denken.“ Jetzt gehen die Immler-Projekte in die nächste Phase. Dazu hat Karl Immler schon realistische Vorstellungen. Das Parkhaus am Unteren Graben soll eine Überdachung erhalten, die Zufahrt zum oberen Parkdeck wird nach außen verlegt, das erforderliche Lärmgutachten erstellt und nach dem beratenen Vorentwurf die endgültige Planung eingereicht. 

Im Obertorzentrum – dem ehemaligen Springergebäude – wird weiter ausgebaut. Acht Wohnungen mit jeweils rund 100 Quadratmetern sind mit dem Ausbau des Dachgeschosses vorgesehen. Die Stellplätze in der Tiefgarage wurden schon erworben und – rechtens – aus der öffentlichen Nutzung heraus genommen. Am oberen Graben, dem ehemaligen „Zwinger“, ist die Bauphase erst einmal abgeschlos- sen. Die kleinere Mauer zum Graben hin wird erst saniert, wenn auch die Stadt am oberen Graben aktiv wird. Die dort ausstehenden Umgestaltungen werden von der Stadtverwaltung in nächster Zeit dem Gemeinderat zur Diskussion vor gestellt. Erst wenn dort eine Entscheidung gefallen ist kann dieser attraktive Teil der Stadtanlage neu gestaltet werden. werden. Immlers „Winzerheim“ steht und der Zwinger soll ein Schmuckstück werden. 

Entscheidung steht an 

Die Gebäude Wassertorstraße 7/9 sind noch immer nicht spruchreif. Da läuft noch die letzte gerichtliche Klärung. Auch da hat die Stadtverwaltung auf der Basis der Stadtplanung klare Vorstellungen. „In der Stadt gibt es grundsätzlich die Grenzbebauung und ob dann bei späteren Baugesuchen von den Gebrüder Immler die größere oder kleine Variante zur Ausführung kommt, ist zurzeit noch nicht abzusehen.“ Die Verzögerungen sind gravierend, denn seit mehr als zwei Jahren sind nun schon Vorverhandlungen der Verwirklichung im Wege. Der Rechtsweg ist eingehalten und die Entscheidung der Gerichte ist im Frühjahr zu erwarten.

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