Feierliche Verabschiedung

"A Pfundskerl"

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OB Dr. Ulrich Netzer (rechts) zeichnet Siegfried Wehrmann mit der Rathausmedaille in Gold aus.

Kempten – Die letzte Stadtratssitzung in diesem Jahr war gleichzeitig die letzte für Siegfried Wehrmann von der SPD: Einstimmig haben seine Kollegen am Donnerstagabend den Weg für sein vorzeitiges Ausscheiden nach über 28 Jahren aus dem Gremium frei gemacht.

Wehrmann will künftig wie bereits berichtet mehr Zeit für seine Familie haben. Zum Abschied überreichte ihm OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) die Rathausmedaille in Gold.„Geradezu ein Markenzeichen Ihrer Tätigkeit von Anfang ist Ihre Bürgernähe“, lobte Netzer den scheidenden Stadtrat. „Mehr als 28 Jahre lang haben Sie nun die Entwicklung unserer Stadt mitgestaltet“, so Netzer weiter. Bekannt sei der 75-Jährige, der im Mai 1984 in das Gremium eintrat, vor allem für seine Hartnäckigkeit. So erinnerte der OB unter anderem an Wehrmanns Einsatz für die Sanierung der „Tropfsteinhöhle“ am Ostbahnhof, die Überdachung der Bushaltestelle am Forum oder die Beleuchtung eines Fußweges am Lindenberg. „Vieles wurde an Sie heran getragen, und Sie haben sich darum gekümmert, gern und mit Überzeugung“, sagte Netzer.Mit Wehrmanns Ausscheiden verliere der Kemptener Stadtrat einen Kollegen, der sein Ehrenamt immer mit hohem Pflichtbewusstsein ausgeübt habe und auf den stets Verlass gewesen sei, so Netzer weiter.Nachdem Wehrmann bereits 2002 die Kommunale Dankurkunde des Innenministeriums erhalten hatte, überreichte ihm Netzer am Donnerstagabend die Rathausmedaille in Gold und Ehefrau Ida einen Blumenstrauß. Von den beiden FW-Stadträten Dieter Zacherle und Herbert Karg erhielt er unter dem Applaus der Anwesenden außerdem eine „Tropfsteinhöhlen“-Torte. „Du bisch a Pfundskerl“, so Zacherle zum Abschied.Siegfried Wehrmann selbst sagte: „Für mich waren die vielen Jahre eine schöne Zeit.“ Insgesamt habe er 94 Stadtratskollegen erlebt, davon seien mittlerweile 49 ausgeschieden und 22 bereits nicht mehr am Leben. Sein Wunsch an das Gremium: „Kämpft bitte weiter um die Sanierung der Tropfsteinhöhle.“ Matthias Matz

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