Kandidaten gefunden

Viele Akademiker

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Michael Hofer.

Kempten – Einstimmig haben die Mitglieder der Kemptener ödp und der Unabhängigen Bürger (UB) jetzt ihre Kandidatenliste für die Stadtratswahl verabschiedet. Auffällig ist vor allem die hohe Zahl an Akademikern, die für die Gruppierungen in das Stadtparlament wollen.

Zu Beginn stellte ödp-Parteivorsitzender Michael Hofer die Aktionen und Erfolge der Gruppierung in den vergangenen Jahren vor: Vieles habe man kritisch gesehen, manch konstruktiven Vorschlag habe man gemacht, und in erstaunlich großer Zahl seien diese Vorschläge entweder gleich oder erst nach einer gewissen Zeit von Erfolg gekrönt worden.

Einiges habe man verhindern können (Tiefgarage Hildegardplatz, ZUM am Alten Bahnhof, Westumgehung über die Rottach), anderes halte man nach wie vor für falsch, müsse aber die Fakten zähneknirschend akzeptieren (Nordspange, XXXL am Haslacher Berg statt an der Autobahn).

Bezüglich der Kandidaten auf der Liste hob Hofer die Schwierigkeit hervor, junge Menschen und Frauen für die Stadtratsarbeit zu interessieren. Andererseits seien aber diejenigen, die zur Mitarbeit bei den UB/ödp gewonnen werden konnten, in ihren Berufen dem Gemeinwohl besonders verpflichtet (Einsatzleiter THW, stellvertretender Leiter Rettungsdienst Johanniter).

Dass drei Personen mit Migrationshintergrund auf der Liste stehen, wertete Hofer als Zeichen gelungener Integration nicht nur in Kempten, sondern auch bei der eigenen Gruppierung. Auch sei nach wie vor der hohe Anteil von Lehrberufen (8), Ärzten (7) aber auch Ingenieuren/Technikern (5) bemerkenswert. Stadtrat und UB-Sprecher Helmut Hitscherich erklärte, warum er den Haushaltsentwurf von OB Dr. Netzer (CSU) nicht zustimmen könne (der Kreisbote berichtete). Die Versammlung war sich in der Ablehnung von Vorhaben wie dem Umbaus der Rathauspassage oder dem Ausbaus des Sportplatzes am Seggersbogen einig.

Mehr Bürgerbeteiligung

Zum Abschluss stellten die Verantwortlichen ihr Kommunalwahlprogramm vor. Sie fordern unter anderem eine größere Bürgerbeteiligung und fallweises Rederecht für Experten von Bürgerinitiativen in Stadtrats- und Ausschusssitzungen, Erhalt der Orangerie als Stadtbibliothek, Stärkung und Optimierung des ÖPNV, rasche Lösung der Parkplatzsituation an der Hochschule sowie Verbesserung der Parksituation am Bahnhofsvorplatz, eine komplette Neugestaltung des Berliner Platzes und eine realistische Haushaltsplanung. Dazu kommt ein Parkraumkonzept mit Parkhaus am Pfeilergraben, der konkrete Nachweis von ortsnahen Stellplätzen sowie der Ausbau des Radwegenetzes in der Stadt.

Die Kandidaten:

1. Michael Hofer (63), 2. Helmut Hitscherich (66), 3. Artur Ringeisen (64), 4. Dr. Philipp Jedelhauser (64), 5. Dr. Markus Kern (52), 6. Dr. Wilhelm Vachenauer (64), 7. Christopher Deient (28), 8. Lothar Thein (75), 9. Angelika Koch (57), 10. Franz Josef Krumsiek (66), 11. Manuela Weppner (53), 12. Ewald Strodl (56), 13. Andreas Breitruck (43), 14. Reinhard Grünes (68), 15. Manuel Richter (35), 16. Dr. Paul Valeske (64), 17. Tillmann Hofer (29), 18. Doris Knittel (63), 19. Johann Mahl (56), 20. Bernhard Kunze (67), 21. Ralf Peter Müller (52), 22. Rolf Steinemann (64), 23. Dietmar Hauer (52), 24. Ivan Bandur (41), 25. Oksana Schmidt-Folgmann, 26. Günter Büttner (60), 27. Ernst Graf (55), 28. Sigrun Schreibmayer (47), 29. Anke Kern (51), 30. Michael Brandl (62), 31. Jochen Frank (39), 32. Manfred Bauernfeind (63), 33. Waltraud Schmuck (73), 34. Melanie Wagner (40), 35. Dr. Wolfgang Pfeifer (65), 36. Monika Krohns (59), 37. Monika Steck (73), 38. Edith Merz (65), 39. Gerhard Lindner (74), 40. Dr. Hermann Grimminger, 41. Hans-Henning Scholz (67), 42. Elisabeth Miller (64), 43. Winfried Strunk (73), 44. Helga Forster (77).

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