Das Ende einer Ära

OB Netzer geht

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OB Dr. Ulrich Netzer ist vom Vorstand des Bayerischen Städtetags zum Kandidaten für das Amt des Bayerischen Sparkassenpräsidenten nominiert worden.

Kempten/München – Der Vorstand des Bayerischen Städtetags hat am Dienstag wie erwartet Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) für das Amt des Bayerischen Sparkassenpräsidenten nominiert.

Die Entscheidung fiel nach Angaben des Städtetags einstimmig. Der Städtetag wird diesen Vorschlag nun mit den kommunalen Spitzenverbänden abstimmen und danach dem Sparkassenverband unterbreiten. „Sollte ich gewählt werden, dann werde ich die Aufgabe selbstverständlich annehmen”, sagte Netzer gegenüber dem KREISBOTEN. Im zweiten Anlauf hat es nun geklappt: Aller Voraussicht nach wird Dr. Ulrich Netzer am 26. Juni vom Verbandsverwaltungsrat des Bayerischen Sparkassenverbandes zum neuen Präsidenten des Bayerischen Sparkassenverbandes gewählt. Dessen Amtszeit beginnt am 1. Mai 2014 und dauert regulär fünf Jahre. Eine Altersbeschränkung wie für bayerische Kommunalpolitiker gibt es nicht. Amtierender Präsident des Verbandes ist Theo Zellner. „Das ist eine spannende Herausforderung”, kommentierte Netzer seine Nominierung und wahrscheinliche Wahl gegenüber dem KREISBOTEN. Die gesamte Finanzbranche befinde sich derzeit in „spannenden Umbruchzeiten”. Als Sparkassenpräsident gehe es aus seiner Sicht deshalb vor allem darum: „Wie kann man die Stärken der Sparkassen und das Vertrauen der Kunden weiter ausbauen”, erläuterte er. „Und ich halte die Gemeinwohlorientierung für sehr wichtig”, betonte Netzer im Gespräch mit unserer Zeitung. Trotz der Vorfreude auf die Aufgabe in München wechselt Netzer, der seit 1996 ununterbrochen als OB amtiert, nach eigenem Bekunden auch mit einem weinenden Auge in die Landeshauptstadt. „Ich habe immer sehr gerne gestaltet und entwickelt – zusammen mit dem Stadtrat, mit der Verwaltung und mit den Kemptener Bürgern”, sagte er. Wegen seiner Verbundenheit mit Kempten werden er und seine Frau Heidi auch weiterhin in der Illerstadt wohnen, kündigte er an. „Wir bleiben Kemptener.” Zu den Spekulationen um einen möglichen Nachfolger wollte er sich am Donnerstag nicht äußern. „Im Normalfall bin ich noch 15 Monate im Amt”, sagte der OB lediglich. Im Kemptener Kreisverband der CSU sieht man Netzers Nominierung mit gemischten Gefühlen. „Wir gratulieren ihm herzlich”, so Kreisvorsitzender Thomas Kreuzer. Kempten und das Allgäu könnten stolz auf Netzers Nominierung sein, betonte er. „Ich glaube, dass OB Netzer die besten Voraussetzungen für das Amt mitbringt”, frohlockte auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Thomas Kiechle. Andererseits hinterlasse Netzer auch eine Lücke: „Die Jubelschreie halten sich in Grenzen”, sagte er. Was die anderen Kemptener Parteien und Fraktionen im Stadtrat zu Netzers voraussichtlichem Abgang und einem möglichen Nachfolger sagen, lesen sie auf Seite 4 dieser KREISBOTEN-Ausgabe. Matthias Matz

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