Stark geschossen

Im Schatten der „Großen“ Schützen bei der Weltmeisterschaft in München haben sich zwei Allgäuer, übrigens gebürtige Münchner, bei den Junioren überraschend mit Medaillen versorgt. Zum Abschluss lassen sechs Medaillen die Zwillingen im siebten Schützenhimmel schweben. Andreas und Michael Heise (18 Jahre) aus Wiggensbach/Kempten im Allgäu erfüllten sich den Traum von Gold, Silber und Bronze.

Gold gab es für die Beiden gleich zu Beginn der Weltmeisterschaft mit der Freien Pistole auf 50 Meter im Team mit Tobias Piechaczek aus Königsberg. „Den Tag hab ich mir schon eingerahmt“, freute sich Andreas, der zusätzlich mit seine Bronzemedaille in der Einzelwertung das Team zum Erfolg führte. „Die Stimmung auf der Garchinger Schiessanlage war traumhaft und die Fans und unsere Freunde waren total begeistert“, sagte er weiter. Während es mit der Luftpistole nicht optimal lief, „Wir waren in Gedanken wohl noch zwischen 7. Himmel und Schiesstand“, führte Andreas an, folgte mit der Sportpistole einen Tag darauf die nächste Medaille. Im Team mit Aaron Sauter (Beerfelden/Hessen) holten sich die Zwillinge die Silbermedaille hinter den Chinesen. Hier bewies Michael Nerven wie Drahtseile, als er das Team im letzten Durchgang noch von Platz drei auf zwei schoss. Nochmal Silber Den letzten Auftritt bestritt Andreas alleine, da Michael knapp die Qualifikation verpasste. Und wieder sprang „ein Silberling“ dabei heraus. Wieder mit Aaron Sauter und diesmal mit Oliver Geis (Mengerskirchen) mussten sich die Deutschen Junioren nur den Chinesen geschlagen geben. „Das ist schon gewaltig, wie dominierend die Chinesen in vielen Disziplinen sind“, meinte Michael anerkennend. „Wir müssen wohl mal ein Trainingscamp mit ihnen machen.“ Aber das hat noch Zeit. Denn im kommenden Jahr dürfen die beiden noch einmal als Junioren bei den Europameisterschaften starten und das Abitur steht auch an.

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