Ab jetzt digital

Startsignal für Digitalradio DAB+ im Allgäu

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Gemeinsam drückten Medienminister Dr. Florian Herrmann, Landtagsabgeordnete Angelika Schorer und Siegfried Schneider, Prä- sident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien den Startknopf im Allgäu Digital in der Keselstraße.

Landkreis/Kempten – Den Startschuss für den Regelbetrieb beim Digitalradio DAB+ gaben am Dienstag Medienminister Dr. Florian Herrmann,

der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) Siegfried Schneider und die Allgäuer Landtagsabgeordnete und Medienrätin im BLM Angelika Schorer im Allgäu Digital in der Keselstraße. 

Damit sind nun auch die lokalen Radiosender digital. Digital auf Sendung gehen jetzt Lokalprogramme wie AllgäuHIT, Galaxy Allgäu, rt.1 Südschwaben, und Allgäuer Heimatmelodie. Dazu kommt das landesweite Programm Arabella Kult. Die lokalen Sender wollen ihr Angebot in den nächsten Monaten ausbauen. Zunächst werden die Programme vom Grünten und einer Sendeanlage in Memmingen verbreitet, bevor im Laufe des Jahres mit Markt Wald und Pfronten zwei weitere Sender hinzukommen. 

Ergänzt wurde der Start von DAB+ im Allgäu durch eine symbolische Stabübergabe vom Allgäu ans Voralpenland, wo ab Sommer ebenfalls die lokalen UKW-Programme über DAB+ verbreitet werden. Bayern soll ab 2020 das erste Bundesland sein, in dem alle lokalen UKW-Programme auch in DAB+ ausgestrahlt werden. BLM-Präsident Schneider bedankte sich bei Medienminister Herrmann für die kräftige Unterstützung vom Freistaat. Herrmann ist wichtig, bei der Digitalisierung vorne mit dabei zu sein. 

„Es geht darum, die Arbeitsplätze der Zukunft in Bayern anzusiedeln“, sagte er, „es kommt auch auf die Innovationskraft an.“ DAB+ ist mittlerweile internationaler Standard. Während Norwegen die UKW-Frequenzen bereits abgeschaltet hat, ist ein Abschalttermin für Deutschland nicht bekannt. Die gängigen DAB+-Radiogeräte empfangen auch UKW-Frequenzen. „Nirgendwo wird so viel Radio gehört wie in Bayern“, zeigte sich der Minister stolz. Und er erwartet sich mit der Umstellung auf DAB+ eine noch vielfältigere Medienlandschaft im Radiobereich, wie es die Entwicklung in Norwegen zeigt. 

Die Europäische Union hat bereits Maßnahmen zur Stärkung des digitalen Radios ergriffen. Jedes künftig in der EU verkaufte Auto-Radiogerät in Neuwagen muss über eine Schnittstelle zum digitalen Radioempfang verfügen, zum Beispiel für DAB+. So hofft Herrmann auf die Neufassung des Telekommunikationsgesetzes, die im Sommer ansteht. Sie sieht eine bundesweite Regelung zur Digitalradio-Pflicht für stationäre Geräte vor. Angelika Schorer hob hervor, dass die bisher durch UKW bedingten Empfangslücken der lokalen Radiosender „nun der Vergangenheit angehören“. Sie hält die Förderung durch den Freistaat auch deshalb für wichtig, weil der Rundfunkbeitrag den lokalen Sendern nicht zur Verfügung steht. 

Susanne Kustermann

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