Ein Blick nach Schweden

Statt im Entwicklungsdienst, Freiheit in Schweden genießen

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Schweden - Bei herrlichem Sonnenwetter strömten am ersten April-Sonntag, die Menschen in Schweden wie eh und jeh außer Haus.

Junge „Raggare“ und jung gebliebene ältere Herren holen die Cadillacs, Buicks und Chevrolets aus den Überwinterungsunterständen und genießen die Freiheit des Ausfahrens ihrer Oldtimer. Einkaufen funktioniert wie jeden Sonntag. In den Geschäften sind Hinweise zu Corona zu finden, Desinfektionsmittel werden überall bereitgestellt, im IKEA sind Kinderbetreuung und Restaurant aufgrund von Corona geschlossen und Schulen können selbst entscheiden ob sie schließen möchten.

Der Unterschied zu Deutschland: Selbstentscheidung – es wird nicht von oben herab entschieden was verboten ist, sondern es gilt das Gebot des Selbstschutzes und der Eigenverantwortung. Von Freunden und Bekannten erfahre ich, dass gefährdete Alte derzeit nicht unter die Leute gehen. Aber in ländlichen Regionen steht ihnen viel Bewegungsspielraum in Haus und im Garten offen. Ich genieße meine Freiheit in Schweden.

Eigentlich sollte ich jetzt am Kofferpacken sein: Für den SES-Einsatz an der Universität Tarija in Bolivien zur Neugestaltung des Syllabus für Tourismus. Vom SES erfahre ich dazu, dass aufgrund der aktuellen Corona-Krise alle geplanten Einsätze des SES zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben sind. Bis Anfang Juni sind keine neuen Einsätze geplant. Sobald die Situation eine Wiederaufnahme der Einsatzplanung erlaubt, werde ich informiert.

So kann ich mich dem Abbau meiner Bücherberge widmen und die angesammelten E-books abrufen, meinen bescheidenen Anteil am neuen Geographieschulbuch für die 10. Klassen Bayerischer Gymnasien, Tropen, Afrika, Lateinamerika, Entwicklung in Globalisierung überarbeitenund viele einsame Wanderungen in Wald und an der Ostsee unternehmen; und digitalisiert Freundschaften und Kontakte in die Welt pflegen.


Ein Bericht von Günther Dress

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