Stehende Ovationen

Kommandant Rudi Zick (v.l.), Bürgermeister Herbert Seger, Heinrich Lingenheil, Fridolin Sontheim, KBI Peter Dürrheimer und Vorstand Johann Weixler. Fotos: privat

Zur Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Durach im 140. Jahr ihres Bestehens durfte Vorstand Johann Weixler eine stattliche Anzahl Gäste begrüßen. Unter anderem kamen Bürgermeister Herbert Seger, seine beiden Stellvertreter Dr. Peter Schneider und Engelbert Sommer, sowie mehrere Gemeinderäte und eine große Anzahl Passiver, um ihre Verbundenheit mit der Feuerwehr zu bekunden.

Kommandant Rudi Zick hob in seinem Rechenschaftsbericht die relativ hohe Einsatzzahl des Berichtsjahres hervor. Zu insgesamt 49 Einsätzen mussten die Duracher ausrücken, insgesamt leisteten sie dabei ehrenamtlich 1530 Einsatzstunden zum Wohle der Bürger. Bereits seit mehreren Jahren verharrt die Einsatzzahl auf diesem hohen Niveau. Entgegen den Statistiken der letzten Jahre überwogen diesmal allerdings die Brandalarme gegenüber den technischen Hilfeleitungen. Zick hob hervor, dass jeder Aktive der Duracher Feuerwehr im vergangenen Jahr rund 25 Stunden bei Einsätzen sein Leben und seine Gesundheit eingesetzt hat, um die Bürger vor Schaden zu bewahren. Für diese Einsatzbereitschaft sprach er seinen ganz persönlichen Dank aus. Ein weiteres Lob ging an die Unternehmen, die ihre in der Feuerwehr tätigen Mitarbeiter ohne große Diskussion und ohne Probleme für die Einsätze frei geben. „Das ist längst nicht mehr selbstverständlich“, betonte der Kommandant. Weiblicher Nachwuchs Bei der Feststellung des Personalstandes wies Zick darauf hin, dass mittlerweile nicht nur vier weibliche Feuerwehrleute ihren aktiven Dienst leisten, sondern auch in der Jugend mit sieben Feuerwehranwärterinnen der weibliche Nachwuchs mittlerweile sehr stark sei. Kommandant Zick zeigte außerdem die vielen Ausbildungen und weiteren Aktivitäten der Feuerwehr auf. Ohne umfangreichen Ausbildungs- und Übungsbetrieb wäre der anerkannt hohe Leistungsstand der Duracher Brandbekämpfer nicht sicherzustellen. Er appellierte an die Atemschutzgruppe, weiterhin möglichst viel für die persönliche Fitness zu tun und die angesetzten Lehrgänge und Unterrichte zu besuchen. Ein besonderes Lob gab es von KBM Hubert Speiser, der im Auftrag der Kreisbrandinspektion die Duracher inspizierte und den Zustand von Feuerwehrhaus, Fahrzeugen und Geräten mit „sehr gut" bewertete. Jugendwart Markus Haslach gab einen Überblick über die vielen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Neben der erfolgreichen Teilnahme am Kreisjugendwettbewerb und dem Schwäbischen Leistungswettbewerb, waren auch viele andere Ausbildungen sowie Spaß, Spiel und Sport Bestandteil der gemeinsamen Arbeit. Zu den eher seltenen Ehrungen gehört die Verleihung des Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichens für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. So war der Kreisbrandinspektor erfreut, in diesem Jahr gleich zwei Kameraden aus Durach auszeichnen zu dürfen: Heinrich Lingenheil ist nicht nur 40 Jahre aktiver Feuerwehrmann, sondern zudem auch noch der Fähnrich der Duracher Feuerwehr. Respekt von Seger Fridolin Sontheim, so der KBI in seiner Laudatio, ist seit vielen Jahren Gruppenführer und Oberlöschmeister. Darüber hinaus ist er im Landkreis als Oberschiedsrichter und Leiter von Wettbewerben der Jugendfeuerwehren aktiv. Seit bereits 32 Jahren ist er außerdem Schriftführer der Feuerwehr Durach. Bürgermeister Herbert Seger überreichte den beiden Geehrten den offiziellen Teller der Gemeinde Durach. Er sprach ihnen seinen Respekt dafür aus, sich 40 Jahre unentgeltlich in den Dienst am Nächsten gestellt zu haben. Die Anwesenden feierten ihre ausgezeichneten Kameraden mit minutenlangen „Standing Ovations". In seinem Bericht für das abgelaufene Jahr verwies Vorstand Johann Weixler auf die Aktivitäten des Vereins. Zu den Highlights zählten der erstmals im Pfarrgemeindesaal Weidach gefeierte Faschingsball, der Skiausflug nach Serfaus, das traditionelle Maibaumaufstellen, die Feier zum anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Duracher Feuerwehrhauses und der traditionelle Weihnachtsmarkt. Höhepunkt in diesem Jahr ist das 140-jährige Bestehen der Wehr, das vom 19. bis 22. Mai gefeiert wird.

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