"Stille Helden" ausgezeichnet

Bürgermeisterin Sibylle Knott (links) und AÜW-Chef Michael Lucke (7.v.l.) mit den Geehrten Karin Knüsli (v.l.), Peter Posselt, Sandra Jörg-Horak, Richard Berz, Dr. Renate Kinzer, Erwin Bischofberger von den Allgäuer Kraftwerken, Konrad Uhlemayr (E. G. Rettenberg) sowie Werner Wendel und Albert Rumbucher Foto: Bitsch

In Deutschland engagieren sich mehr als 23 Millionen Menschen ehrenamtlich. Sie investieren Feierabende, Wochenenden und Urlaubstage, um anderen zu helfen und für andere da zu sein. Ein vorbildliches Engagement, das belohnt werden sollte, befand man im Allgäuer Überlandwerk (AÜW) Kempten und suchte auch dieses Jahr wieder „Stille Heldinnen und Helden aus dem Allgäu“, die ihre Energie für das allgemeine, gesellschaftliche Wohl eingesetzt haben.

Obwohl der Ehrenamtspreis „Ehrasmus“ heuer bereits zum dritten Mal ausgelobt wurde, kam die diesjährige Verleihung einer Premiere gleich. Zum ersten Mal fand sie im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung in der „Kochschule Henze“ statt. Christian Henze ließ es sich daher auch nicht nehmen, die geladenen Gäste persönlich zu begrüßen und bewies seinerseits Engagement mit einer geradezu fürstlichen Bewirtung. Anschließend übernahm Michael Lucke, Geschäftsführer des AÜW, das Wort. Bereits im Frühjahr forderte „AllgäuStrom“ als Initiator des „Ehrasmus“ zur Teilnahme an der Aktion auf. Zahlreiche Vorschläge aus den Bereichen Soziales, Sport, Kultur, Gesundheit, Bildung, Umwelt und anderes gingen bei den Organisatoren ein. Die Jury hatte es wahrlich schwer, hier ihre Wahl zu treffen. „Jeder ehrenamtliche Helfer hat im Grunde eine Auszeichnung verdient,“ betonte Michael Lucke, „und jeder darf sich als „Stille Heldin“ oder „Stiller Held“ fühlen.“ Den „Ehrasmus“-Preisträgern wurde je ein Scheck über 500 Euro überreicht. Werner Wendel aus Kempten erhielt den „Ehrasmus“-Preis in der Kategorie „Hospizbetreuung, Suchthilfe und Behindertenbetreuung“. Er „wollte ein- fach helfen“ und kümmert sich seit gut 20 Jahren um seinen ehemaligen, durch plötzliche Krankheit behinderten Kollegen. Im Bereich „Umwelt und nachhaltige Entwicklung“ teilen sich Richard Berz aus Haldenwang und Peter Posselt aus Oy-Mittelberg einen Preis. Richard Berz ist seit 25 Jahren aktiv im Bund Naturschutz tätig und engagiert sich in der Jugendarbeit. Peter Posselts Motto lautet: „Meckern kann jeder. Man muss was für die Gemeinschaft tun.“ Er ist federführend in der Beschilderung der Wege in und um Görisried, Sanierung der Wanderwege und ähnliches. Dr. Renate Kinzer aus Kempten hat als vierte Preisträgerin vielerlei Projekte in der Kategorie „Familie, Kinder, Migranten und sonstiges soziales Engagement“ auf den Weg gebracht, wie etwa den „Kemptener Kindertag“ oder den „Aktionskreis familienfreundliches Kempten“. Die drei Nominierten Karin Knüsli aus Görisried, Sandra Jörg-Horak aus Oberzollhaus und Albert Rumbucher aus Kempten erhielten als Dank für ihr Engagement jeweils 200 Euro.

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