Stimmungsvoller Abend im TIK

Zur Einstimmung auf die Silvesternacht gab es am frühen Abend im ausverkauften Theater Oben eine gute Prise Berliner Luft zu schnuppern. Mit Liedern, Chansons und Ufa-Liedern zeichneten die Altistin Helena Köhne, die Sopranistin Martina Wäldele und der Pianist Markus Koch ein Porträt vergangener Berliner Tage, das bei vielen der vorwiegend älteren Zuhörer Erinnerungen wachzurufen schien.

So gesellten sich bei wohlbekannten Gassenhauern wie „Waldemar“ oder „Berliner Luft“ auch die ein oder andere Stimme verstohlen aus dem Publikum dazu. Bestach der Mann am Klavier neben beschwingtem Spiel ebenso mit charmanten Gesangseinlagen, ließen die hörbar klassisch ausgebildeten Sängerinnen die dem Genre der leichten Muse typische Leichtigkeit und Frische, die auch gerne mal recht verrucht daherkommen kann, vermissen. Dafür überzeugten sie nicht nur mit ansonsten hervorragender stimmlicher Qualität, sondern auch mit kleinen Tanzeinlagen und szenischer Komik. Heitere Lieder In nahtlosem Wechsel bestimmten kokette, laszive, humorvoll tragische oder heitere Lieder das Bühnengeschehen. Mal machte ein Dienstmädchen mit Haube und Staubwedel ihrem Herzen Luft, dann wieder umgarnte eine Femme fatale den Pianisten – oder auch einen Herrn aus dem Publikum, der kurzerhand am Schluss von „Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?“ mit einem frechen Kuss für sein Mitmachen entlohnt wurde. Gute Stimmung Richtig in Schwung geriet die Revue „Von Kopf bis Fuß“ allerdings erst nach der Pause – wenngleich die Stimmung auch vorher schon sehr gut war. Die zweite Hälfte riss das Publikum dann aber regelrecht vom Hocker und ließ es am Ende mit tosendem Applaus gleich drei Zugaben einfordern.

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