Stimmungsvolles Konzert mit Vuimera

Lichtblicke in einer dunklen Zeit

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Vuimera begeisterte mit stimmungsvollem Konzert.

Kempten – Musik ist eine Sprache, die jeder versteht und die die Seele berührt. „Musik spricht für sich allein. Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance!“

Mit diesem Zitat von Sir Jehudi Menuhin begrüßte die Geschäftsführerin der Diakonie Kempten, Indra Baier-Müller, die zahlreichen geladenen Gäste zu einem exklusiven Konzert: fördernde Mitglieder, Freunde und Geschäftspartner der Diakonie.

Vor 20 Jahren wurde das „Forum Lichtblick“ vom Diakonischen Werk Kempten gegründet. Mit dieser Stiftung setzt sich die Diakonie im Raum Kempten für bedürftige Menschen ein und organisiert eintrittsfreie und spendenbasierte Veranstaltungen. Mit der aktuellen Veranstaltung sollen Menschen unterstützt werden, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind oder sogar in Wohnungslosigkeit leben. Die Diakonie versteht sich hierbei als Anwalt und Sprachrohr für die Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und keine Lobby haben. Um noch bessere Hilfe leisten zu können, möchte das Diakonische Werk im nächsten Jahr mit Unterstützung des Landes Bayern eine Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit initiieren.

An diesem Abend trat das Musikporojekt Vuimera in kleiner, aber nicht weniger überzeugender Besetzung auf: Milena Soyoung mit Querflöte und Stimme, Stefan Kienle am Piano und an der Mundharmonika, Markus Dinnebier mit Geige und Gitarre und der Begründer der Gruppe, Peter Stannecker, am Saxophon. In dem besonderen Klangraum der Südhalle der St.-Mang-Kirche, der St.-Mang-Box, kam die wunderbar weiche und warme, aber auch kraftvolle Stimme von Milena Soyoung voll zur Geltung.

Die Musik an den Instrumenten, manchmal leise, manchmal laut, schräg und spürend, oft voller Sehnsucht nach Harmonie und Symbiose lässt die Zuhörer in eine Phantasie- und Traumwelt entgleiten. Gespielt wurde nur bei Kerzenlicht. In einer Zeit, in der unsere Gesprächskultur leidet und die Sprache verroht, kann es auch einmal gut sein, einfach nur still zu sein und zu lauschen. Nachdem die letzten Töne des Konzerts verklungen waren, breitete sich eine wohltuende Stille aus. Erst dann brandete ein langer und dankbarer Applaus auf.

Seit 2012 spielen die Musiker in unterschiedlicher Besetzung gemeinsam und unterstützen mit ihrer Musik in Benefizkonzerten zahlreiche soziale Projekte. Von kleinen Veranstaltungen mit ca. 50 Gästen, z B. in kleinen Kirchenräumen und Kapellen, bis hin zu großen Konzerten mit über 2000 Besuchern bei Open-Air-Veranstaltungen konnten sie bereits sechsstellige Summen erspielen. So konnte gemeinsam mit den Sternstunden e.V. eine Schule in Nepal finanziert werden und mit der Chumba-Hilfe wurde den Erdbebenopfern in Nepal geholfen.

Auch an diesem Abend waren die Besucher zu großzügigen Spenden bereit. Die vollen Körbe am Ende der Veranstaltung zeigten, dass die Musik wieder viele Menschen tief in ihrer Seele berührt hatte.

Uschi Ostermeier

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