Jetzt auch Kreisstraße OA 7 zwischen Weitnau und Rechtis dicht

Straßen und Waldstücke wegen Schneebruch gesperrt

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Nasser, schwerer Schnee fiel in den vergangenen Tagen im Allgäu. Wegen Schneebruchgefahr sind deshalb einige Straßen im Allgäu gesperrt.

Allgäu - Weil sich derzeit zahlreiche Äste und Bäume unter der Schneelast biegen oder bereits umgestürzt sind, sind einige Straßen in der Region gesperrt. Ein 34-Jähriger, der eine Sperrung zwischen Börwang und Obergünzburg missachtete, prallte gegen einen querliegenden Baum.

Seit gestern Nachmittag um 15 Uhr zum Beispiel darf der Verkehr nicht mehr auf der Staatsstraße 2055 zwischen Börwang und Waizenried passieren. Pendler, die normalerweise auf dieser Strecke nach Kempten fahren, nehmen die Strecke über Untrasried und Haldenwang. Wie lange die sogenannte "Wiege" und die "Börwanger Steig" noch gesperrt sein werden, ist noch unklar. Die Staatsforsten müssen in dem Waldstück erst die Bäume entfernen, die eine Gefahr darstellen oder die Straße blockieren. "Derzeit stehen aber viele Bäume schief, da schickt der Förster niemanden in den Wald", erklärte Günther Bausch, stellvertretender Straßenmeister bei der Straßenmeisterei Kempten. Da für Mittwoch wieder starke Schneefälle angesagt sind, kann sich die Zeit, bis die Sperrung aufgehoben wird, noch ziehen.

Ein 34-Jähriger wollte laut Polizeimeldung die Sperrung nicht wahrhaben. Er umfuhr die Warnbaken bis zu einem umgestürzten, querliegenden Baum, den er aber zu spät erkannte. Der Fahrer kam ins Rutschen und schließlich mit seinem Auto im Straßengraben zum Liegen. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 1000 Euro, der Fahrer wurde nicht verletzt.

Bei der seit Montagmittag gesperrten Kreisstraße OA 11 zwischen Bodelsberg und Görisried ist auch Geduld angesagt. Bevor sie wieder für den Verkehr geöffnet werden kann, müssen die Mitarbeiter der Staatsforsten vom Schneebruch gefährdete Äste und Bäume entfernen. Die Umleitung über die Kreisstraße OA 34 bei Oy-Mittelberg ist ausgeschildert.

Seit heute, Dienstagnachmittag ist auch die Kreisstraße OA 7 zwischen Weitnau und Rechtis bis auf Weiteres voll gesperrt. Angesichts der bevorstehenden weiteren Schneefälle ist auch hier noch nicht absehbar, wann die Strecke wieder freigegeben werden kann. Die Umleitung über Wengen ist ausgeschildert.

Auch der Forstbetrieb Ottobeuren der Bayerischen Staatsforsten meldet verbreitet akute Schneebruchgefahr. „Die Bäume ächzen unter dem Druck der nassen und schweren Schneemassen“, so Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter. Vielfach habe es bereits Schneebruch gegeben. Durch den prognostizierten neuen Schneefall droht sich die Situation noch weiter zu verschärfen: Auch starke Äste und ganze Wipfel können unverhofft und ohne Vorwarnung herabbrechen. Daher rät der Forstbetrieb dringend vom Betreten der Wälder ab. Das Betreten der Staatswälder erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr. Der Forstbetrieb bittet um Verständnis, dass die Staatswälder auf absehbare Zeit nicht zugänglich sein werden: Aufgrund der vielerorts durch geworfene Bäume blockierten Wege kann bis auf Weiteres auch keine Schneeräumung erfolgen.

kb/Susanne Kustermann

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