Ein strategisch wichtiges Jahr

Bürgermeister Rainer Magenreuter und Kommandant Albert Morgen mit einigen beförderten Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Isny. Fotos: FF Isny

Die renovierte Festhalle in Beuren diente jetzt als Veranstaltungsort für die Gesamthauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Isny und ihren Abteilungen. In seiner Einführungs- rede begrüßte Stadtkommandant Albert Morgen die erschienenen Gäste sowie die 162 aktiven Kameraden, und bedauerte die Abwesenheit der ebenfalls geladenen Gemeinderäte. „Es wäre wichtig gewesen, dass sie sich ein Bild von unserer geleisteten Arbeit machen.“ Gleichzeitig betonte er aber seinen Dank für die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung im vergangenen Jahr.

Die Berichte aller Abteilungskommandanten fielen allgemein etwas gedämpfter aus, da sich das Jahr 2010 mit „nur“ 108 Einsätzen und durch Einsätze, Proben und Übungen geleistete 3200 ehrenamtliche Stunden relativ unspektakulär darstellte. Allerdings hob Morgen hervor, dass zu all diesen normalen Dienststunden zusätzlich von den Sondergruppierungen der Wehr, wie der Gefahrgutgruppe, der Höhenrettung, der Jugendfeuerwehr und sonstigen Aktivitäten im Feuerwehrdienst viele weitere Stunden geleistet wurden. Wichtige Verhandlungen Ein paar Ereignisse standen trotzdem im Vordergrund. Sie sorgten dafür, dass das Jahr 2010 zu einem für die Feuerwehr strategisch wichtigen Jahr wurde, und führten zu vielen „Einsatzstunden“ am Verhandlungstisch mit der Stadtverwaltung: Das war zum einen die Ersatzbeschaffung des im Mai 2010 verunfallten Rüstwagens, der nach fast genau einem Jahr am kommenden Freitag in Dienst gestellt wird, und zum anderen der Spatenstich zum Gerätehausanbau am Standort Isny. Kommandant Morgen gab einen Überblick über den Baufortschritt bis zum heutigen Tag, der durch diverse Baustopps mit kleineren und größeren Rückschlägen für die Feuerwehr behaftet ist. Am Ende seiner Rede richtete Morgen die dringende Bitte an die Stadtverwaltung, endlich für geeignete Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr zu sorgen, die aus Kostengründen auch durch die Gerätehauserweiterung keinen Platz erhalten werden. 49 der heute aktiven Feuerwehrkameraden hätten ihren Ursprung in der Jugendfeuerwehr. „Wir müssen diesen Nachwuchs fördern, denn sie sichern die Einsatzkräfte der Zukunft“, betonte der Kommandant. Unter der Rubrik „Verabschiedungen, Neuaufnahmen und Beförderungen“ gab es Folgende zu vermerken: Verabschiedungen: Willi Hengge, Markus Rief und Josef Siegel; Neuaufnahmen: Dominik Lubrich und Johannes Steible; Beförderungen zur/zum Feuerwehrfrau/Feuerwehrmann: Nico Baumgärtner, Michael Bilger, Andreas Glätter, Martin Harscher, Nadine Holzer, Roman Liebald, Raimund Mösle, Thomas Rusch, Emanuel Schwarz und Christian Staib; Hauptfeuerwehrmann: Reiner Briechle, Martin Butscher, Christian Moosmann und Andreas Schwarz Oberlöschmeister: Daniel Hackl und Michael Motz. Das Ehrenkreuz in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst bekamen Markus Haas und Peter Schorer verliehen. Bürgermeister Rainer Magenreuter dankte der FF Isny, die „rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr Einsatzbereit ist“. Er gab sich zuversichtlich, dass der Gerätehausanbau trotz der Verzögerungen termingerecht im Herbst 2011 fertig gestellt sein wird, und die weiteren notwendigen Fahrzeugbeschaffungen in den kommenden Jahren erfolgen. Den Abschluss bildete das Grußwort des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Walter Kuon. Er betonte den Stellenwert der Feuerwehr Isny auf Kreisebene. Die Beteiligung der FF Isny im Gefahrgutzug Allgäu sowie die Höhenrettungsgruppe seien ein Beweis dafür, wie groß das Engagement der FF Isny an überregionalen Aktivitäten ist. Im Speziellen lobte er zudem die Zusammenarbeit mit den bayerischen Nachbarwehren, der durch den B12-Tunnel und durch die grenznahe Lage von Isny unabdingbar sei. Zu guter Letzt bedankte er sich bei Roland Trenkle für seinen jahrelangen Einsatz bei der Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses und zeichnete ihn mit der Feuerwehr-Ehrennadel in Silber aus.

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