Auf der Suche nach dem Nachwuchs

fkm-Vorsitzende Margarete Gradmann (2.v.li.) konnte zufrieden auf das Jahr 2011 zurückblicken. Mit im Bild Schriftführer Dr. Rainhard Riepertinger (links) sowie aus dem Vorstand Dr. Werner Scharrer (2.v.re) und Annemarie Simon. Foto: Tröger

Auf ein erfolgreiches Jahr 2011 konnten die Freunde Kemptener Museen (fkm) in ihrer Jahreshauptversammlung zurückblicken. Einen bedeutenden Zuwachs in der grafischen Sammlung des derzeit etwas über 360 Mitglieder zählenden Vereins konnte fkm-Vorsitzende Margarethe Gradmann mit dem Erwerb eines „Stiftskalenders“ aus der Zeit von Honorius Roth von Schreckenstein verbuchen (der KREISBOTE berichtete). Zufrieden zeigte sie sich mit dem Interesse an den regelmäßig stattfindenden Vorträgen, zu denen inzwischen „ein fester Stamm“ von 30 bis 40 Zuhörern komme.

Ihr besonderer Dank galt den fkm-Mitgliedern, die sich bei Ausstellungen des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK) als Aufsichten zur Verfügung stellen. Im Gegenzug habe der Verein vom BBK drei Werke unterschiedlicher Künstler erhalten. Alles in allem über 200 neue Kunstwerke für die Grafische Sammlung konnte fkm-Vorstand Dr. Werner Scharrer vermelden, darunter Bilder von Elisabeth Geduld, Grafiken von Hans-Joachim Strube, die Malerei „Werkstattecke“ von Josef Schugg sowie insgesamt „179 Arbeiten von Ferdinand Kuschel“. Er erinnerte an die fkm-Jahresausstellung „Neue Heimat“ sowie „Liebeserklärung an die Frau“, mit Werken des Künstlers Ferdinand Kuschel, von denen besonders letztere durch den enormen Andrang in der ersten Kemptener Kunstnacht sehr gut besucht gewesen sei. Von einem „ganz schönen Ergebnis“ sprach Museumsleiterin Ursula Winkler angesichts der gut 63 000 Besucher in den Kemptener Museen – nicht mitgezählt die Besucher der Erasmuskapelle. „Aber wir wollen mehr“, setzte sie die künftige Marke weiter oben an. Bereits im nächsten Schul- und Kulturausschuss soll zudem über höhere Eintrittspreise beraten werden, ergänzte sie und fasste das Museumsjahr 2011 kompakt zusammen. „Demnächst an seinen endgültigen Standort“ verbracht werden soll, so Winkler, das noch vor der Kunsthalle stehende, von der Stadt angekaufte Werk des Bad Dürkheimer Bildhauers Mathias Nikolaus. Laut Kulturamtsleiter Dr. Gerhard Weber sei der Platz vor dem ehemaligen „AÜW-Minihochhaus“ am Ende der Gerberstraße angedacht. Masterplan ist fertig Als auch einen „Testlauf für Facebook“ bezeichnete Winkler die Kemptener Kunstnacht, die 2013 wieder stattfinden werde. Im Hinblick auf die neue Nutzung des Zumsteinhauses seien Briefe von Nikolaus Zumstein gekauft worden, „zum Teil mit beiliegenden Stoffmustern“, wodurch gut sichtbar werde, „um was es da ging“. „Der Masterplan für das Zumsteinhaus ist jetzt fertig“, klärte sie die fkm-Mitglieder auf. Da noch keine Entscheidung über den Marstall vorliege, sei dieser „aber noch in keiner Weise so beschlossen“. Die naturwissenschaftliche Sammlung soll, so Winkler auf Nachfrage eines fkm-Mitgliedes, „zum Teil im Kornhaus“ gezeigt werden. Der Marstall wäre ihres Erachtens zudem „ideal als Schau-Depot, besonders für den naturwissenschaftlichen Bereich“. Ein Herzensanliegen war Vorsitzender Gradmann auch die Werbung neuer Vereinsmitglieder. „Wir sind ein Verein, der die Leute zwischen 20 und 30 Jahren nicht gerade anspricht. Aber „wir brauchen Mitglieder“, forderte sie auf aktiv zu werden. Die Menschen wüssten zwar „zum Teil, dass es uns gibt“, kämen aber nicht von selbst.

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