Strahlende Gesichter

Sulzberg erhält Umweltzertifizierung für neue Beleuchtung

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Freude und Stolz herrschten am vergangenen Freitag im Sitzungssaal des Sulzberger Rathauses. Staatssekretär und MdB Florian Pronold (M.) überreichte Sulzbergs 1. Bürgermeister Thomas Hartmann (r.) und Projektleiter Tobias Barensteiner (l.) das begehrte Umweltzertifikat.

Sulzberg – In Sulzberg ist man nicht nur im Rathaus auf zwei Umstände besonders stolz. Zum einen schafft es die Gemeinde seit Jahren, ihre Schulden abzubauen, zum anderen investiert man dort nachhaltig in den Klimaschutz. Eines der Leuchtturmprojekte der Gemeinde wurde nun durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit einem Umweltzertifikat ausgezeichnet und gewürdigt.

Zur Übergabe im Sitzungssaal des (Noch-)Rathauses kam der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Rechtssicherheit Florian Pronold (SPD). ­Sulzbergs 1. Bürgermeister Thomas Hartmann und der zuständige Projektleiter Tobias Barensteiner freuten sich über die Auszeichnung und gaben der anwesenden Presse Auskunft über das Projekt „Sanierung der Beleuchtungsanlage der Grundschule in ­Sulzberg“. 

In eben dieser Grundschule wurden neue Flächenleuchten auf Basis der neuesten LED-Technik in den Decken verbaut. Die alten Beleuchtungskörper wurden ausgebaut und durch neue ersetzt, die weniger Energie verbrauchen und trotzdem effektiver ausleuchten. „Auch die Lichtwirkung hat sich verbessert, wie wir von Lehrern und Schülern erfahren haben“, verkünden unisono Hartmann und Barensteiner. 270 LED-Lampen wurden verbaut, die Gesamtinvestitionen betrugen rund 90.704 Euro. Rund 40 Prozent Zuschuss gab es hierfür vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die errechnete jährliche Stromeinsparung beträgt 30.016,49 kwh/a, die Investition soll sich nach zwölf Jahren amortisieren.

In Anwesenheit von Pronold verwies Sulzbergs Bürgermeister auch auf andere Umweltprojekte. „Unsere Gemeinde bezieht ihren Strom nahezu zu 100 Prozent aus regenerativen Energien, wir finanzieren unseren Bürgern eine kostenlose Energie-Beratung bei der EZA in Kempten und wir unterstützen die Teilnahme an unserem Projekt „Alt gegen Neu“ mit 50 Euro. Wer einen alten durch einen neuen Kühlschrank ersetzt, bekommt von uns 50 Euro“, so sagt es ein stolzer „Umwelt“-Bürgermeister Hartmann. 

Im weiteren Verlauf gibt der Parlamentarische Staatssekretär Auskunft über das Wirken des Bundesministeriums und verspricht, dass auch in dieser Legislaturperiode Umweltprojekte dieser Art vom Bund bezuschusst werden. Wichtig ist Pronold zu betonen, dass der Bürger bei Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz finanziell nicht überfordert wird. „Investitionen auf diesem Gebiet, die nur von zehn Prozent der Bevölkerung gestemmt werden können, bringen nichts“, betont er und spricht hier die Selbstbeteiligung der Bürger unter anderem bei Gebäudesanierungen an.

Eines war Bürgermeister Hartmann am Ende wichtig, zu erwähnen. „Wenn gute Haushaltspolitik, respektive Schuldenabbau, dazu führt, dass diese Gemeinden nicht mehr in den Genuss von Zuschüssen kommen, dann läuft etwas schief.“ Hartmann spricht aus eigener Erfahrung. Unlängst wurde seiner Gemeinde ein Zuschuss bei einer Infrastrukturmaßnahme ausgeschlagen, mit der Begründung, der Gemeinde ginge es doch finanziell gut.

Jörg Spielberg

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