Lob und Dank zum Abschied

Einsatz für die Gemeinde

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Ein Gläschen Sekt zum Abschied: Sulzbergs Bürgermeister Thomas Hartmann (Mitte) verabschiedet die Marktgemeinderäte Christian Gomm (v.l.), Anton Schütz, Peter Mangold und Roswitha Weißenbach.

Sulzberg – In feierlichem Rahmen verabschiedete Bürgermeister Thomas Hartmann jetzt fünf langjährige, verdiente Mitglieder des Marktgemeinderates im Sitzungs- saal des Rathauses.

Christian Gomm, Thomas Hörmann, Peter Mangold, Anton Schütz und Roswitha Weißenbach seien insbesondere für ihr außergewöhnliches Engagement, ihren verdienstvollen Einsatz für die Belange der Gemeinde und ihre herausragenden Leistungen zum Wohle der Bürger zu loben.

„Politik bedeutet ein starkes, langsames Durchbohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.“ Ganz bewusst hatte Bürgermeister Hartmann mit diesem Zitat des deutschen Soziologen Max Weber seine Laudatio auf die scheidenden Marktgemeinderäte Sulzbergs begonnen. Denn auch sie haben ihr Amt stets mit „Leidenschaft und Augenmaß“ zum Wohle der Gemeinde und ihrer Bürger ausgeübt, mit viel Elan und Sachkenntnis für ihre Vorstellungen und Ziele gekämpft und dabei Weitblick und Sinn für das Machbare bewiesen. Sie waren maßgeblich an den positiven Entwicklungen der Marktgemeinde beteiligt, die dadurch ihren Standort gestärkt und an Lebensqualität gewonnen habe.

Die Gemeinderäte Thomas Hörmann und Peter Mangold waren von 2008 bis 2014 im Gemeinderat tätig. Thomas Hörmann, der aus beruflichen Gründen an der Verabschiedung nicht persönlich teilnehmen konnte, war Mitglied des Bau- und Umweltausschusses sowie Kultur- und Tourismusbeauftragter. Unter anderem lag ihm beispielsweise eine bessere Breitbandversorgung für Moosbach am Herzen. Peter Mangold gehörte dem Haupt-, Personal- und Finanzausschuss an und bekleidete darüber hinaus das Amt des Kindergartenbeauftragten. Als Bauernobmann vertrat er die Interessen der Landwirte und musste dabei so manchen „Interessenskonflikt“ schlichten.

Wertvoller Ratgeber

Roswitha Weißenbach und Christian Gomm waren jeweils 12 Jahre (2002 bis 2014) Mitglieder des Gemeinderates. Finanzausschuss, Bau- und Umweltausschuss, wozu auch das Amt der Gewässerbeauftragten zählte, waren Roswitha Weißenbachs Tätigkeitsfelder. Ihr Engagement für die Gewässerentwicklung und Renaturierung des Sulzberger Baches war beispielhaft, sie fehlte bei keiner Bachbegehung. Sie war zudem Partnerschaftsbeauftragte und setzte sich als Landwirtin für die Belange der Landwirtschaft ein.

Christian Gomm, ebenfalls Mitglied des Bau- und Umweltausschusses, erwies sich als wertvoller und hilfreicher Ratgeber bei der Umsetzung des Baugebietes Ottacker-Süd. Ebenfalls Landwirt arbeitete er eng mit Roswitha Weißenbach und Peter Mangold zusammen, um die Interessen der Landwirtschaft im Besonderen zu vertreten. Sechs Jahre seiner Amtszeit arbeitete Christian Gomm zudem als Friedhofspfleger der Gemeinde.

Als „Oldie“ bezeichnete Bürgermeister Thomas Hartmann scherzhaft Anton Schütz, der mit 18 Jahren Mitgliedschaft im Marktgemeinderat (1996 bis 2014) als einer der Dienstältesten ausscheidet. „Streitkultur par excellence“ sei es gewesen, mit Anton Schütz zu debattieren, zu diskutieren und schließlich zu fairen und innovativen Lösungen anstehender Probleme zu kommen. Und es musste viel diskutiert werden, denn Anton Schütz war Mitglied im Haupt-, Personal-, Finanz- und Rottachsee-Ausschuss sowie im Ausschuss für Schul-, Sport- und Kindergartenangelegenheiten. Für die Bedürfnisse der Jugendlichen setzte er sich im Besonderen ein. Vor zwei Jahren wurde, wohl insbesondere auf sein Betreiben hin, die Einstellung einer Sozialpädagogin und die Eröffnung des offenen Jugendtreffs beschlossen. Untrennbar mit seinem Engagement als Marktgemeinderat war (und ist) sein Einsatz für den Erhalt der Natur verbunden.

Dank an die Familien

Bürgermeister Thomas Hartmann bedankte sich „von ganzem Herzen für die hervorragende Zusammenarbeit und die Verdienste der Marktgemeinderäte“. Auch sprach er seinen Dank den jeweiligen Ehepartnern und Familienangehörigen aus, ohne deren Unterstützung ein solch hohes politisches Engagement kaum möglich gewesen wäre. Ein Abschied nach so langen Jahren berge immer auch Wehmut in sich. Doch nun begänne für alle ein neuer Lebensabschnitt, der mehr Zeit für die Familie und Raum für neue Interessen einräume.

Karin Bitsch

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