Soziale Gerechtigkeit wahren

"Die Linke" lädt zum Neujahrsempfang ins Haus International

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Sowohl der Kreisvorsitzende Xaver Merk (l.) als auch die frisch gebackene Bundestagsabgeordente Susanne Ferschl (r.) aus Kaufbeuren sprachen beim Neujahrsempfang der Partei „Die Linke“ zu den Gästen.

Kempten – Es ist guter Brauch der Parteien, das Jahr mit einem Neujahrsempfang zu beginnen. Dem schloss sich auch die Partei „Die Linke“ an und lud Mitglieder und Freunde ins Haus International ein.

Neben dem Kreisvorsitzenden und Mitglied des Bundesvorstands Xaver Merk zeigte sich am vergangenen Donnerstag auch die frischgebackene Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl den Parteifreunden.

„Ein frohes neues Jahr“, wünschte Merk den Anwesenden in seinem Grußwort und resümierte sowohl über das arbeitsintensive Jahr 2017 als auch über das kommende Jahr 2018, das mit den Wahlen zum Schwäbischen Bezirkstag und zum Bayerischen Landtag aufwartet. Merk stellte fest, dass daher die Kandidatenwahl in den Fokus der Arbeit rückt. Bezug nehmend auf das Ergebnis der Bundestagswahl 2017 formulierte der Kreisvorsitzende das Ziel der Partei „Die Linke“ mit den Worten: „Wir wollen der CSU das Monopol auf Bayern nehmen.“ Scharf attackierte Merk die Ansage des Landesgruppenchefs der CSU, Alexander Dobrindt , der von der Notwendigkeit einer „konservativen Revolution“ gesprochen hatte. „Auch der Nationalsozialismus hatte mit einer konservativen Revolution begonnen“, so die Mahnung des Kreisvorsitzenden an die Anwesenden.

Den neuen Bundestagsabgeordneten Peter Felser von der AfD bezeichnete Merk als extrem gefährlichen „Nazipropagandisten“. Abschließend freute er sich, die neue Bundestagsabgeordnete der Linken begrüßen zu dürfen.

Frisch aus Berlin

Susanne Ferschl erzählte von ihren ersten Erfahrungen als Abgeordnete des Bundestages, verlor sich ein wenig im scheint‘s obligaten AfD-Bashing, bevor sie die Eckpunkte ihrer eigenen Bundestagsarbeit skizzierte. Ihr wichtigstes Anliegen sei die Wiederherstellung der sozialen Gerechtigkeit, die sie unter anderem durch den Pflegenotstand, die Umgehung des Mindestlohns und immer mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse gefährdet sieht. Da die Ausschüsse des Bundestages durch die langen Sondierungsgespräche noch nicht gebildet sind, bat die Bundestagsabgeordnete um Verständnis, dass noch keine konkreten Anträge ihrerseits an den Bundestag vorliegen können. Allerdings freute sich ­Ferschl, dass in Kaufbeuren ein Bürgerbüro eingerichtet worden ist, in dem sie auch bereits rund 20 Bürger empfangen habe.

Die Abgeordnete versprach ihren Parteifreunden, sich im Bundestag gegen eine weitere Umverteilung von unten nach oben einzusetzen und für mehr Steuergerechtigkeit zu sorgen. Explizit befürwortet sie eine Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer und die Besteuerung von betrieblichen Gewinnen. In ihrer Rede fanden sich auch zwei Ausflüge in die Historie. Ferschl sprach über 200 Jahre Karl Marx und die Bayerische Verfassung von 1949, die von den Sozialdemokraten Kurt Eisner und Wilhelm Hoegner verfasst worden war, und die sie als vorbildlich darstellte.

Jörg Spielberg

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