Gebastelte Hütten für den Fluss

Lichter gegen Hochwasser

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Mit ihren selbstgebastelten Hütten wollen die Kinder der Suttschule die Iller gnädig stimmen und Kempten vor weiteren Hochwassern bewahren.

Kempten – Die Kinder der Suttschule Kempten feierten am vergangenen Donnerstagabend ihr traditionelles Luciafest zusammen mit Eltern und Lehrern an der Iller.

Zu Ehren der italienischen Heiligen Lucia von Syrakus bastelten auch dieses Jahr über hundert Kinder kleine, von Kerzen erleuchtete Hütten, die der Iller übergeben werden sollen.

Eingeführt wurde die Tradition nach dem Pfingsthochwasser von 1999, bei dem weite Teile der Innenstadt überflutet worden sind. Auf diesem Weg soll die Iller besänftigt werden, um in Zukunft Kempten vor solchen Ereignissen zu bewahren.

Mit einem Fackelzug ging es für die begeisterten Grundschüler von der Suttschule durch die Innenstadt bis zur Iller. Hier wurde es besinnlich: zuerst hielt Rektor Tobias Schiele, der „mindestens genauso aufgeregt war wie die Kinder“, eine kurze Rede. Anschließend war Pfarrer Lauterbach aus der St.-Mang-Kirche an der Reihe, um die selbstgebastelten Hütten der Kinder zu segnen. Nach dem Gebet erzählten die Kinder noch, was sie sich von dem Ritual wünschen. Unter anderem erhofften sich die Schüler „dass kein Tornado und kein Hochwasser kommt“. Außerdem wurde an die Opfer des verheerenden Unwetters auf den Philippinen gedacht, bei dem mehr als 6000 Menschen ihr Leben verloren.

Nach der Segnung ging es gemeinsam hinunter ans Illerufer. Hier wurden die erleuchteten kleinen Hütten feierlich nacheinander in den ruhigen Fluss gesetzt und auf ihre Reise geschickt.

Romina Gütter

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