"Tafelsilber" wird verkauft

So sah das Wohngebiet „Am Schachen“ noch vor sechs Jahren aus. Nun füllt es sich immer mehr mit Neubauten. Für Einfamilienhäuser ist dies nun das letzte Baugebiet in der Stadt, in dem es noch freie Flächen gibt. Foto: cut

Lindenberg legt in diesem Jahr ein Zahlenwerk mit Rekordinvestitionen vor. Doch dieser Vermögenshaushalt macht auch deutlich: Selbst wenn Lindenberg die dringend notwendige Sanierung und Aufwertung des alten Fabrikgebäudes anpackt, so bleibt dennoch Geld für Projekte der Daseinsvorsorge und selbst für Sonderwünsche der Vereine. Allerdings verkauft die Hutstadt auch Grundstücke in nicht unerheblichem Wert.

Im Lindenberger Haushalt 2012 haben viele Projekte nebeneinander Platz, ohne sich zu verdrängen oder die Mittel streitig zu machen: Neubau der Kinderkrippe mit 1,2 Millionen Euro, Straßensanierung und Erneuerung (Gehweg Zufahrt am Krankenhaus, Ausbau Staufner Straße, Gehwege und Querungshilfe in der Blumenstraße unter anderem) mit einer Million Euro, Wettbewerb für die Gestaltung des Stadtplatzes und der benachbarten Hauptstraße 80 000 Euro, neuer Kunstrasen für den Fußballclub mit 378 000 Euro, Ausstattung weiter Teile der Straßenbeleuchtung mit LED-Leuchten für 91 000 Euro, Umgestaltung des westlichen Teils des Alten Friedhofs in eine Parklandschaft für 166 000 Euro, Urnengrabanlage auf dem neuen Friedhof für 20 000 Euro, neue Spezialfahrzeuge für die Feuerwehr (60 000 Euro) und den Bauhof (Mäher, Motorhacke, Straßenkehrmaschine) für 152 000 Euro, sowie das Kulturzentrum Reich mit einem ersten Finanzierungsschritt von 2,35 Millionen Euro. In dieser Investitionssumme für das Kulturzentrum Reich sind aber auch schon Zuschüsse in Höhe von mehr als 1,1 Millionen Euro eingeplant. Und auch sonst fließen reichlich Zuschüsse, zum Beispiel für den Neubau der Kinderkrippe 700 000 Euro. Wie das alles außerdem zu finanzieren ist, darüber sagt der Investitionshaushalt auch etwas aus: Lindenberg macht seine stillen Reserven flüssig. Genauer gesagt, es verkauft Grundstücke. Während in den Baugebieten „Gutshof“ und „Am Schachen“ Grundstücke für voraussichtlich 630 000 Euro vergeben werden und als Wohnungsbauförderung für diese Neubauten am Schachen (Solardächer und Familienmodell) 15 000 Euro ausgeschüttet werden, ist der Erwerb von Grundflächen für 300 000 Euro vorgesehen. Somit ist also die Differenz für Verkauf und Neuerwerb von Grundbesitz zunächst nicht signifikant hoch. Ein gewaltiger zusätzlicher Einnahmeposten ist jedoch, dass das Grundstück des ehemaligen Altenheims an der Sedanstraße zusammen mit weiteren Grundstücken für zwei Millionen Euro verkauft werden soll. An kleineren Maßnahmen für 2012 sind vorgesehen: neue Computer-Ausstattung für Rathaus und Bauhof (39 000 Euro), neue Überdachung der Stadtplatzbühne (3000 Euro), Sonnensegel und Möblierung im Stadtpark (16 000 Euro), Erweiterung Spiel- und Bolzplätze (15 000 Euro), Quartiersfonds und kleinere Maßnahmen bei der Innenstadtentwickung (35 000 Euro).

Meistgelesen

Das „Große Loch“ im Fernsehen
Das „Große Loch“ im Fernsehen
Entdecke den Skyline Park neu: Neues Gelände, neue Attraktionen, neuer Fahr-Spaß
Entdecke den Skyline Park neu: Neues Gelände, neue Attraktionen, neuer Fahr-Spaß
Der älteste Kemptener feiert 105. Geburtstag
Der älteste Kemptener feiert 105. Geburtstag
Demokratie unter Beschuss
Demokratie unter Beschuss

Kommentare