"Tag der Milch" mit Kunst und Kulinarischem

Milch als Graffiti-Kunst

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Da ließ die Kuh die Hüllen fallen – auf Einladung der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft präsentierten international aktive Street-Art-Künstler ihre Graffiti-Kunstwerke an den Gebäuden des Milchwirtschaftlichen Zentrums im Kemptener Stadtteil Bühl.

Auch das Wetter spielte mit, als am Samstag die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) zum Tag der Milch auf das Gelände des Milchwirtschaftlichen Zentrums im Kemptener Osten eingeladen hatte.

Umrahmt vom Weiß-blauen Himmel begrüßte der LVBM-Vorsitzende Günther Felßner die zahlreichen „Milchgesichter“, die sich am Stadtrand von Kempten zu diesem Milchfest versammelt hatten. Aus der Politik waren die Landtagsabgeordneten Dr. Leopold Herz (Freie Wähler), Eric Beißwenger (CSU), die Europaabgeordnete Ulrike Müller (Freie Wähler) und Stadtrat Stephan Prause (CSU) vertreten. 

In seinem Grußwort ging Felßner auf einen Beitrag der Süddeutschen Zeitung vom 16. Mai 2015 ein, der sich kritisch mit Allergierisiko, Milchzuckerunverträglichkeit und Diabetes auseinander setzte. Den Titel dieses Artikels „Die Milch kippt“ erklärte der LVBM-Vorsitzende, dass es offensichtlich „cool“ sei, anders zu sein. Die Realität sei eine ganz andere: „Die Milch steht“ machte Felßner deutlich. 

Unterstützt wurde der Standpunkt der Milch auch von den beiden Milchhoheiten Susanne Polz und Eva-Maria Bäuml. Weitere Grußworte übermittelten Hans Epp, Vorsitzender des Milchwirtschaftlichen Vereins Allgäu-Schwaben, Kemptens Bürgermeister Josef Mayr und der stellvertretende Landrat aus dem Oberallgäu Alois Ried (CSU). Als Epp das hochpolitische Thema Freihandelsabkommen TTIP erwähnte kam kurzfristig Schwung in die Rede – es blieb dann aber beim Erwähnen. Die Position der Milchwirtschaft zu TTIP blieb somit unklar. 

Die Kunst auf dem Teller präsentierten zehn regionale Molkereien. Entlang der Milch- und Käsestraße auf dem Parkplatz der Molkereischule präsentierten sie ihre umfangreiche Produktpalette: Vom Früchtequark über den Heumilchkäse bis hin zum Milchcocktail. Viele Besucher ließen sich die Variationen aus Milch schmecken während für die kleinen Milchfreunde Kinderschminken, Wettmelken und Käseloch-Schießen angesagt war. 

Getreu dem diesjährigen Motto „Das Milchland Bayern wird bunt“ servierte die Landesvereinigung der Milchwirtschaft zu den kulinarischen Genüssen eine ganz besondere Beilage: Kunst am Bau. Auf fünf Gebäudeflächen hatten Street Art Künstler das Thema Milch in Graffiti-Kunst umgesetzt. In Anwesenheit der Künstler wurden die überdimensionalen Kunstwerke, die jetzt weit über das Milchwirtschaftliche Zentrum hinaus sichtbar sind, enthüllt. Moderiert von Andreas Lingg-van-Dongen stellte Daniel Tröster vom Augsburger Street- Art-Verein „Die Bunten“ die Künstler, die Kunstwerke und die Geschichten rund um die „Fliegenden Kühe“ das „Milchmädchen“ und die „Ying und Yang-Kühe“ vor.  Michael Schropp

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