Verantwortung "tragen"

"Grün, grün, grün" sind alle meine Kleider?

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An den Nähmaschinen sitzen zu 80 Prozent Frauen, die bei bei meist schlechten Arbeitsbe- dingungen und zu niedrigen Löhnen häufig auch Opfer von Diskriminierung und Belästigung sind.

Nasskaltes Regenwetter, Menschen dick bepackt mit Einkaufstüten hasten durch die Fußgänger-Zone. Die Sommermode steht schon in den Startlöchern. Auch ich suche eine neue Jeans. Da sehe ich ein überdimensionales T-Shirt am Residenzplatz. Sein XXL-Etikett erzählt eine tragische Geschichte.

Ein kleines Mädchen, Behnly, schuftet Tag und Nacht für einen mickrigen Lohn als Näherin in Bangladesch. Bilder vom Einsturz der Fabrik „Rana Plaza“ 2013 schießen mir in den Kopf. Über 1000 Menschen haben dort mit dem Tod für die fehlende Sicherheit bezahlt. Ich werde nachdenklich. Will ich Kleidung, die so hergestellt wird, kaufen? Unterbezahlte Näherinnen, Gebäude die nicht sicher sind, Kinderarbeit – ist das heute noch an der Tagesordnung? Hat sich seitdem in der Bekleidungsindustrie etwas geändert?

Ein teurer Preis für billige Mode

Na wenigstens kaufe ich meine Sachen nicht bei einem Textil-Discounter, beruhige ich schnell mein schlechtes Gewissen. Doch ob der Endverbraucher wenig oder viel Geld für ein Kleidungsstück ausgibt, spielt gar keine Rolle, stellte die aktuelle ARD Dokumentation „Mode schlägt Moral“ fest. Egal, ob teure Marken wie „Hugo Boss“ oder Billigketten wie „KiK“, alle lassen Ihre Kleidung in der dritten Welt zu den gleichen, für sie günstigen Konditionen herstellen. Für ein T-Shirt bekommt die Näherin gerade mal 18 Cent, egal ob es hier im Laden dann 29,90 Euro oder fünf Euro kostet. Der große Batzen bleibt bei uns in Deutschland hängen, die Produktionskosten machen nur einen geringen Teil des Preises aus. Daran hat sich seit dem Unglück wenig geändert. Sehen sich die dort produzierenden Unternehmen nicht in der Verantwortung? Ausgleichszahlungen an Angehörige der verunglückten Näherinnen (80 Prozent sind weiblich) wurden mittlerweile von den meisten Modeketten geleistet, meist jedoch nicht freiwillig. Eine Klage auf Schadenersatz nach einem Fabrikbrand in Pakistan gegen den Textil-Discounter „KiK“ wurde letztes Jahr vor einem deutschen Gericht zugelassen. Da die Wege eines Kleidungsstücks einmal rund um den ganzen Globus führen, fühlt sich meist kein Unternehmen direkt verantwortlich. Immerhin haben sich nun deutsche Textil-Unternehmen, Journalisten und NGOs in einem Textilbündnis zusammen geschlossen, um für eine faire Herstellungskette zu sorgen. Derzeit steckt das ehrgeizige Projekt von Entwicklungsminister Müller jedoch noch in der Planungsphase fest. Sein „Bündnis für nachhaltige Textilien“ will langfristig eine nachhaltige Textilproduktion entlang der gesamten Lieferkette schaffen. Deshalb haben sich seine Mitglieder verpflichtet, Maßnahmen für bessere Produktionsbedingungen zu erarbeiten und diese dann auch einzuhalten. Allerdings handelt es sich um eine freiwillige Mitgliedschaft ohne gesetzliche Mindeststandards.

Bio ist ein erster Schritt

Teure Marken garantieren mir also nicht wirklich„faire Mode“. Wenn die Produktionskosten überall gleich sind, wer verdient dann an so einem T-Shirt? Ganze 59 Prozent davon sind allein für den Einzelhandel reserviert, zwölf Prozent sind der Gewinn der Marke und noch mal zwölf Prozent steckt in den Rohstoffkosten, erfahre ich auf der Webseite der „Kampagne für faire Kleidung“. Der Rest gehört Logistik und Zwischenhändlern. Da hört sich die Ausrede mancher Marken, man könne den Näherinnen nicht mehr bezahlen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, wie blanker Hohn an. Einige großen Marken haben angefangen umzudenken. Denn Nachhaltigkeit ist laut Umfragen für viele Verbraucher ein wichtiges Thema. Produkte aus Bio-Baumwolle sind bereits bei allen Textilketten im Angebot. Laut eigene Angaben ist die Modekette C&A weltweit der größte Abnehmer von Bio-Baumwolle. Bio-Baumwoll T-Shirts gibt es dort schon ab fünf Euro zu kaufen. Wie das geht, erklärt C&A auf seiner Webseite: man verzichte auf eigene Gewinne, um solche nachhaltige Projekte zu finanzieren. Ein erster Schritt zu nachhaltigerer Kleidung, dennoch ist klar: Bio-Baumwolle allein garantiert nicht automatisch bessere soziale Standards. Ob Kinderarbeit an der Tagesordnung ist oder existenzsichernde Löhne bezahlt werden, wird durch Biobaumwolle allein nicht garantiert.

Durstige Baumwoll-Pflanzen

Die konventionelle Baumwoll-Produktion in Monokulturen ist für Mensch und Natur äußerst kräftezehrend. Zunächst ist Baumwolle ein echter Ressourcen-Fresser, vor allem ihr Wasserverbrauch ist enorm hoch. Für den Anbau von einem Kilo Baumwolle werden über 2000 Liter Wasser verbraucht. Baumwolle wird vor allem in Indien und China angebaut. Es sind hohe Mengen an giftigen Pestiziden nötig, um die Baumwolle vor Schädlingen zu schützen. Rund elf Prozent aller weltweit gehandelten Pestizide und 25 Prozent der Insektizide fallen im konventionellen Baumwollanbau an. Bio-Baumwolle kommt ohne chemische Dünger und Pestizide aus, was auch die Arbeiter auf den Baumwollfeldern schützt. Natürlich sind auch Bio-Baumwollpflanzen sehr durstig. Doch beim Anbau von Bio-Baumwolle wird in Mischkultur gepflanzt, um die Böden nicht auszulaugen. Man setzt zudem keine teuren und giftigen Spritzmittel ein, sondern Nützlinge, die Insekten fernhalten. Die Bio-Sorten können von den Bauern nachgezogen werden, statt sie erneut teuer einzukaufen. Meist handelt es sich um Klein-Bauern, die auf bio umsteigen, da sie sich die teuren Pestizide nicht leisten können. Aktuell ist der Anteil an Bio-Baumwolle mit nur einem Prozent noch verschwindend gering. Baumwollbauern leben zu 99 Prozent in Entwicklungsländern,und produzieren rund 75 Prozent der weltweiten Baumwollernte. Wo Baumwollbauern per Hand ernten, sind sie giftigen Chemikalien ausgesetzt. Zudem ist ihr Trinkwasser belastet. Der Aralsee, einst viertgrößte Binnenmeer,führt hat heute nur noch 30 Prozent seiner ursprünglichen Wasserfläche. Er ist ein Opfer der durstigen Baumwoll-Plantagen geworden. Und nicht zuletzt ist gentechnisch veränderte „Hochleistungs-“ Saatgut in der Hand großer Konzerne wie „Monsanto“. Baumwollbauern müssen jedes Jahr neues, teures Hybrid-Saatgut und Spritzmittel für Ihre Felder kaufen. Ernteausfälle und ausgelaugte Böden bedeuten für tausende indische Bauern den Ruin. Rund 200.000 verschuldetet indische Baumwollbauern sollen sich in den letzten zehn Jahren deshalb das Leben genommen haben.

Chemie im Fluss und auf der Haut

und auf der Haut

Wer bei Kosmetik und Duschgel auf Natürlichkeit wert legt, tut auch gut daran, bei seiner Kleidung auf die Herstellung zu achten. Denn in fast keiner anderen Industrie wird soviel Chemie verbraucht wie in der Textilindustrie. Schäumende, knallbunte Flüsse sind in den Textil- Färbe-Hochburgen wie China keine Seltenheit. „Die Farben der Saison“ erkennt man angeblich in China an der Farbe der Flüsse. Laut der Organisation „Femnet“ gehen 30 Prozent der weltweit eingesetzten Chemikalien auf das Konto der Bekleidungsindustrie. Rund 20.000 verschiedene Chemikalien werden eingesetzt und fügen Mensch und Umwelt beträchtliche Schäden zu. Greenpeace hat deshalb in seiner „Detox ­Kampagne“ verschiedenen Kleidungsstücke und Marken hinsichtlich der eingesetzten Chemikalien unter die Lupe genommen. Mittlerweile haben sich rund 75 große Marken, von „Adidas“ bis „Vaude“, dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 giftfrei zu produzieren. Eine Liste aller teilnehmenden Marken findet man online auf der Kampagnen-Seite „Detox“ von Greenpeace. Vorsicht auch bei „pflegeleicht“ gekennzeichnete Kleidungsstücken. Sie enthalten vielleicht bedenkliche Chemikalien. Wer auf dem Etikett liest „vor dem Tragen waschen“, läuft Gefahr, Stoffen auf der Haut zu tragen, die dort nicht hingehören.

Woran erkennt man grüne Mode und was sind die Kriterien für die Hersteller? Inzwischen gibt es einige Siegel. Manche prüfen nur die Schadstoffe, andere konzentrieren sich rein auf den Anbau der Rohstoffe. Nur einige wenige Siegel kontrollieren den kompletten Verarbeitungsprozess und die sozialen Standards.

ÖkoTex 100

Das bekannteste Siegel für Schadstoff-geprüfte Kleidung ist „ÖkoTex 100“ mit über 10.000 beteiligten Unternehmen weltweit. Es garantiert, dass in der Kleidung keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe (mehr) enthalten sind. Das Siegel sagt jedoch nichts über die Herstellung beziehungsweise die bei der Herstellung eingesetzten Stoffe aus, geprüft wird rein das Endprodukt. Über 100 Prüfparameter fließen in die Tests mit ein, von verbotenen Azofarbstoffen bis hin zu Pestiziden und Allergieauslösern. Ökologischer Anbau und Sozialstandards werden nicht verlangt. Seit 1995 gibt es auch den Standard „ÖkoTex 1000“. Grundvoraussetzungen sind neben Schadstoffkontrollen auch eine nachhaltige Produktion und die Sicherheit am Arbeitsplatz. Der Standard fordert zudem die Einhaltung sozialer Kriterien wie eine leistungsgerechte Entlohnung. Es gibt bisher rund 50 Unternehmen, die diese erweiterte Zertifizierung nutzen.

GOTS – Global organic Textil Standard

Die Richtlinien des „GOTS Standards“ sind sehr hoch. Rohstoffe, Zwischenprodukte, fertige Textilprodukte und Accessoires müssen strenge Grenzwerte im Hinblick auf unerwünschte Rückstände einhalten. Neben einer Ressourcen-schonenden, ökologischen Produktionskette sind hier auch soziale Standards zwingend vorgeschrieben. Die Arbeitsbedingungen richten sich nach den Vorschriften der internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Als ein besonders hochwertiges ökologisches Siegel wird es von Greenpeace definitiv empfohlen.

IVN zertifiziert BEST-Naturtextil

Kleidung, die mit dem Qualitätssiegel „IVN zertifiziert BEST -Naturtextil“ ausgezeichnet ist, entspricht dem höchstmöglichen ökologischen Ansprüchen. Sie übertreffen nochmals deutlich die Anforderungen des GOTS. Der wesentlichste Unterschied ist, dass die Textilien zu 100 Prozent aus ökologischen Fasern hergestellt sein müssen. Auch die Rückstandkontrolle auf Schadstoffe ist besonders streng. Soziale Bedingungen und die Arbeitsrechte gemäß der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind ebenfalls wichtiger Bestandteil, um das Siegel tragen zu dürfen.

Fair Wear Foundation (FWF)

Wem vor allem die sozialen Standards am Herzen liegen, dem sind Produkte eines Herstellers der „Fair Wear Foundation“ zu empfehlen. Dieser Zusammenschluss aus Unternehmen, Nicht-Regierungs-Organisationen und Gewerkschaften prüft die Einkaufspraktiken seiner Mitgliedsunternehmen. Diese haben drei Jahre Zeit, ihre Produktionsbedingungen Schritt für Schritt sozial zu gestalten. Sie müssen Jahresberichte veröffentlichen und der FWF eine Liste ihrer Zulieferer zur Verfügung stellen. Die deutschen Bekleidungsmarken „Vaude“(Outdoor) oder „Hess Natur“ sind beispielsweise Mitglied bei der „Fair Wear Foundation“, alle Fair Wear Firmen sind auch auf der Webseite aufgelistet.

OE 100 & Fairtrade Cotton

Das Siegel „OE 100“ garantiert die Verwendung von Bio-Baumwolle als Rohstoff. Für die Weiterverarbeitung gibt es keine Umweltauflagen. Als hochwertiges Siegel für den Rohstoff laut Greenpeace empfehlenswert. Auch von der aus dem Lebensmittelproduktion bekannten Label „Fair Trade“ gibt es für Biobaumwolle einen „Fairtrade ­Standard“. Er garantiert faire Löhne und Arbeitsbedingungen für die Baumwollbauern und fördert den Umstieg auf Bio-Baumwolle. Er deckt ebenfalls nur den Rohstoff Baumwolle ab.

Öko-korrekte Kleidung im Allgäu

Wo finde ich im Allgäu Fairtrade und Bio-Mode? Dafür führt mein Weg in den beschaulichen Ort Altusried. Hier gibt es seit zwei Jahren einen Laden für faire Mode, die „BioTextilien-Allgäu“. Ich bin überrascht über das große Sortiment. Rund 26.000 Artikel, von der Unterwäsche bis zu Heimtextilien, kann man hier bestellen. Alle fair und ökologisch hergestellt nach den Standards der GOTS- und IVN-Zertifizierung. „Wir suchen persönlich Lieferanten aus, die zu uns passen“, erklärt mir Mit-Inhaberin Irene Welsing. Denn ihr geht es um faire Partnerschaft und nachhaltiges Arbeiten. Konsequent ist das auch in der Ladengestaltung. Die Vollholzregale duften nach Zirbenholz und in Büro und Versand achtet man auf nachhaltige Arbeitsmittel. „Wir haben vor zehn Jahren Zuhause angefangen und sind nach und nach gewachsen“.Uns war wichtig, dass auch unsere Kleidung durchweg fair und ökologisch hergestellt ist“, erzählt sie weiter. „Da es nicht einfach war, das zu bekommen, haben wir einfach selbst angefangen.“ Das angenehme Tragegefühl der Kleidung und die faire Herstellung überzeuge die Kunden. Und koste im Vergleich zu bekannten Marken nur wenig mehr.

Eine beliebte Zielgruppe für öko-korrekte Kleidung erkennt man gleich beim Hereinkommen: Mamis. Denn Kleidung für zarte Babyhaut soll möglichst naturnah und schadstofffrei sein. Babysachen findet man bei fast allen Herstellern in Bio-Qualität, seien es Drogerien oder großer Textilketten. Im Allgäu gibt es noch zwei weitere Spezialisten für faire Bio-Bekleidung für Groß und Klein, den „Primel Naturwaren Versand“ in Untrasried und „Stadelmann Natur“ in Ermengerst.

Die XXL T-Shirts, die in Kempten hingen und mich so nachdenklich gestimmt haben, sind eine Initiative der Weltläden Iller-Lech. Auch hier wird Kleidung aus fairem Handel angeboten. Die T-Shirts hingen in ganz Kempten zum „Fashion Revolution Day“, der jährlich am 24. April an das Fabrik-Unglück und die Zustände für Näherinnen in der dritten Welt erinnern soll.

Öko-korrekte Outdoor-Mode aus Kempten gibt es übrigens auch. Das kleine Bergsport-Label „Adele Bergzauber“ in der Stiftsstadt hat sich ebenfalls fairer Produktion verschrieben. Deshalb wird die Kleidung nicht in Asien produziert sondern in Kempten oder Polen. „Für uns ist es wichtig, dass wir wissen, wie unsere Kleidung produziert wird“, schreibt Holger Riedisser, der Gründer auf der Homepage. „Klar kann man auch in Asien fair produzieren. Aber es ist (...) ein Unterschied ob man in Asien den Mindestlohn bekommt (...), oder in Polen einer normalen Arbeit nachgeht, mit den Auto zur Arbeit kommt und den Feierabend mit seinen Kindern verbringt.“

Wie man Verantwortung "tragen" kann

Jeder Deutsche kauft durchschnittlich 60 Kleidungsstücke im Jahr. Wenige fragen bei ihrer Lieblingsmarke auch mal nach den Produktionsbedingungen. Faire Mode hat bisher nur einen Marktanteil von zwei Prozent. Global werden jedoch jährlich 80 Milliarden Kleidungsstücke hergestellt. Rund 20 Prozent verlassen nie wieder unseren Kleidungsschrank, denn wir haben die lästigen Kilos noch drauf oder das Kleid sah im Laden viel besser aus. Noch dazu tragen wir die meisten Sachen im Durchschnitt gerade viermal, bevor sie in den Altkleider-Container wandern. „Ich hab zu viel „nix anzuziehen“ klagen Frauen gerne. Wer Kleidung clever auswählt, statt Schnäppchen hinterher zu jagen, der kann richtig sparen. „Lieber weniger Kleidung fair kaufen“ appelliert auch der Vorsitzende der Sozialkommission der deutschen Bischofskonferenz, Franz-Josef Overbeck an uns Verbraucher. Eine gute Alternative für günstige Neuzugänge im Kleiderschrank ist Secondhand-Mode. Internet-Portale wie www.kleiderkreisel.de bieten getragene Mode zu günstigen Preisen an. Oder man startet eine Tauschaktion mit Freunden. In Kempten findet unter anderem regelmäßig ein Mädels-Flohmarkt statt. Und Mütter können im Frühjahr und Herbst bei zahlreichen Baby-Basaren Kleidung für wenig Geld ergattern.

Ein Vorteil von Mode aus zweiter Hand: kaum Chemie, denn durch häufiges Waschen ist vieles „ausgespült“. Beim Thema Waschen und Pflegen gibt es ebenfalls Tricks, womit Kleidung ihr Haltbarkeitsdatum nicht so schnell überschreitet. Zum Beispiel nicht zu häufiges und nicht zu heißes Waschen. Bei den meisten Kleidungsstücken reicht eine 30-Grad Wäsche völlig aus. Wenn der Tag des endgültigen Aussortierens dann gekommen ist, gibt es nachhaltige Alternativen zum Müll. Hilfsorganisationen und soziale Einrichtungen wie Caritas und Diakonie freuen sich über gut erhaltene, gewaschenen Kleidungsstücke für Ihre Kleidungsstuben.

Alternativ bleibt der Altkleidercontainer. Doch das Geschäft mit Altkleidern ist lukrativ und kennt viele schwarze Schafe. Wer Wert darauf legt, dass seine Alt-Kleidung „Gutes tut“ nimmt einen Container der „FairWertung“ e.V.. Mitglieder in der Nähe findet man auf der Internetseite www.fairwertung.de. Der Verband vergibt sein Siegel nur an Betriebe, die den Gewinn an soziale, diakonische oder karitative Einrichtungen spenden.

Ich bin wieder in der Kemptener Fußgängerzone, die neue Hose muss ja noch her. Dabei denke ich an Behnly, das kleine Mädchen auf dem XXL-T-Shirt. Ob dafür noch jemand „teuer bezahlen“ muss, liegt jetzt wohl ganz bei mir.

Steffi Koller

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