Rund 100 Zuhörer bei Gemeinderatssitzung

Open-Air-Konzerte in Buchenberg Thema im Gemeinderat

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Nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderates erhält der Kindergarten St. Magnus rote Dachziegel und Schindeln aus Fichtenholz.

Buchenberg – Bei der ersten Gemeinderatsitzung dieses Jahr wurden die Möglichkeiten durch das kommunale Städtebauförderprogramm, umgangssprachlich „Fassadenprogramm“ benannt, durch Dipl. Ing. Felkner vorgestellt. Die Förderung würde eine kostenlose Beratung der Bürger möglich machen und einen finanziellen Ausgleich für den erhöhten Sanierungsaufwand bieten, sofern die Sanierung gemäß noch zu erstellenden Gestaltungsrichtlinien „ortstypisch“ erfolgt.

Was genau „ortstypisch“ ist, möchte Felkner zusammen mit den Mittelschülern der Buchenberger Schule in einem Arbeitskreis ausarbeiten und mit ihnen zusammen im Gemeinderat vortragen. Die Gestaltungsrichtlinien müssen anschließend vom Gemeinderat genehmigt werden. Dabei wird dann auch festgelegt, wie hoch die Fördermaßnahme für die einzelnen Maßnahmen ausfallen und wie hoch die Obergrenze sein wird, denn 60 Prozent des Zuschusses wird von der Regierung getragen, 40 Prozent muss jedoch die Gemeinde aufbringen. Förderfähig ist nur der Bereich im Sanierungsgebiet. Grob betrifft dies also den alten Buchenberger Ortskern, der bis 1972 gebildet wurde. Mit dem Förderprogramm werden jedoch nicht nur private Bauherren unterstützt, sondern auch öffentliche Bauten. Der Gemeinderat genehmigte die Ausarbeitung der Gestaltungsrichtlinien durch Felkner und die Mittelschüler

Beim Baugebiet Römerstraße muss die Schallemission neu berechnet werden, dies führt zu einer Verzögerung von circa drei Monaten zum errechneten Termin.

Den Sitzungspunkt bezüglich der Informationsweitergabe über die geplanten Open-Air-Veranstaltungen eröffnete Bürgermeister Toni Barth mit den Worten, dass wohl die meisten der knapp 100 Zuhörer wegen dieses Themas gekommen seien. Da die Bürger ihre Informationen Großteils nur durch die örtliche Tageszeitung bezogen hatten, gab Barth einen kurzen Überblick über die Ereignisse, die der Anfrage des Veranstalters Allgäu Concert im Oktober 2016 folgten. So lag Ende Dezember der formelle Antrag für zwei Open-Air-Konzerte auf dem Gelände der Familie Bernhard vor. Im Januar fand ein Abstimmungstermin mit den verschiedenen Ämtern, Sicherheitskräften und dem Veranstalter statt, bei dem ein Vorentwurf des Sicherheits- und Verkehrskonzept vorgestellt wurde und die verschiedenen Behörden eine Stellungnahme abgaben. Bei keinem der Punkte habe es grundsätzliche Bedenken gegeben. Auch die Stadt Füssen, bei denen Allgäu Concerts bereits einige Open-Air-Veranstaltungen ausgerichtet hatte, bestätigten die professionelle Durchführung der Konzerte. Bürgermeister Barth wies darauf hin, dass es einen generellen Rechtsanspruch auf die Durchführung dieser Veranstaltungen gäbe. Solange die notwendigen Rahmenbedingungen eingehalten oder gegebenenfalls nachgebessert werden, kann die Gemeinde den Antrag nicht ablehnen, mehr noch, sie wäre in dem Fall sogar schadensersatzpflichtig. Die Kommunalaufsicht habe sogar gewarnt, „dass sich die Gemeinde nicht zu weit aus dem Fenster lehne“, so Barth in Hinblick auf die Proteste einiger Bürger gegen diese Veranstaltungen. Mehrere Gemeinderatsmitglieder sprachen auch ihren Unmut über die bisherige Berichtserstattung der örtlichen Tageszeitung aus, welche die Stimmung durch übertriebene Darstellungen und Vermutungen unnötig aufgeheizt hätten. Ausdrücklich verwehrte sich Bürgermeister Barth in diesem Zuge auch irgendwelcher Vorwürfe der „Vetternwirtschaft“. Gemeinderat Heinrich Prestel rief dazu auf, erst einmal das erste Konzert abzuwarten und klagte einen Bericht über die negative Pauschalierung der Konzertbesucher an. Mit einem „Applaus ist bei der Gemeinderatsitzung nicht vorgesehen“, musste Bürgermeister Barth die Zuhörer in ihre Schranken verweisen.

Zum Gerücht über den Wechsel des Gasthofs Sommerau stellte Barth klar, dass dieser noch nicht verkauft sei. Die Gemeinde versuche aufgrund der hohen Kosten zwar, den Gasthof zu verkaufen, Bedingung sei aber auf jeden Fall, dass auch nach dem Verkauf die Räumlichkeiten für Vereine und der Bürgerschaft wie bisher zur Verfügung stehen.

Bianka Hauck

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