Dreifacher Wechsel

Leiter des Staatlichen Bauamts Kempten verabschiedet, zwei Nachfolger eingeführt

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Zwei Nachfolger übernehmen die Aufgaben des scheidenden Staatlichen Bauamtsleiters Thomas Hölzl (2.v.r.): Markus Kreitmeier (l.) wird Bereichsleiter Straßenbau und Cornelia Bodenstab übernimmt die Amtsleitung. Die Übergabe vollzog Regierungspräsident Karl Michael Scheufele (r.).

Nach nur zweieinhalb Jahren wechselt Bauamtsleiter Thomas Hölzl an die Oberste Baubehörde des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren für Bau und Verkehr nach München.

Am Freitag waren zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten in den Fürstensaal der Residenz zu seiner Verabschiedung gekommen. Seine Nachfolge als Behördenleiterin übernimmt die bisherige Stellvertreterin und Bereichsleiterin Hochbau Cornelia Bodenstab. Als neuer Bereichsleiter Straßenbau wurde Baudirektor Markus Kreitmeier begrüßt.

Das Kammerorchester des Gymnasiums Marktoberdorf spielte Händel und Purcell; von den Wänden blickten die ehemaligen Fürstäbte: Der Rahmen hätte festlicher nicht sein können, als Thomas Hölzl am Freitag seinen Abschied nahm und seine Nachfolger eingeführt wurden. Und auch die Redner ließen keinen Zweifel daran, dass sie ­Hölzls Arbeit schätzten. Sie nannten zahlreiche Projekte, die er vorangetrieben hat: Neben der Beseitigung des Bahnübergangs in Biesenberg und den Stützwänden des Jochpasses die Ortsumfahrung von Marktoberdorf und Bertoldshofen, den vierstreifigen Ausbau der B12 zwischen Kempten und Buchloe oder die Sanierung der B19 zwischen Immenstadt und Sonthofen, alles drei Projekte im Bau. „Große Anerkennung“ sprach ihm Regierungspräsident Karl Michael Scheufele aus: „Was Sie gesät haben, können andere ernten.“

Der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz „bedauerte“, dass Hölzl Kempten verlässt. Er wünschte ihm, dass er die Herausforderungen findet, die er sich vorstellt. Kurt Weimeir, Personalratsvorsitzender des Staatlichen Bauamtes in Kempten, lobte Hölzls „offenes Ohr“ für seine Mitarbeiter. Gerhard Reichel, Leiter der Abteilung Zentrale Angelegenheiten der Obersten Baubehörde, sprach Hölzl den Dank der Staatsregierung aus und sprach ebenfalls von großem Ansehen in der Belegschaft. Und Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle überreichte dem scheidenden Amtsleiter eine handkolorierte Radierung. Er wisse, dass Hölzl Kempten ins Herz geschlossen habe.

„Der Abschied fällt mir schwer“, bestätigte Hölzl in seiner Abschiedsrede, er habe die Zeit in Kempten genossen, auch wenn Kempten eine Herausforderung für ihn und seine Familie gewesen sei. Und die Herausforderungen werden steigen, prognostizierte der Starnberger: durch höhere Naturschutz-Anforderungen, die in der Planung zu berücksichtigen sind und durch die Schwierigkeit, engagierten Nachwuchs zu bekommen. Hier wünschte er sich „intensive Bemühungen“ von Seiten der Regierung.

Mit Cornelia Bodenstab wird eine erfahrene, „sympathische, geschätzte“ (Klotz) und „gut vernetzte“ (Reichel) Baudirektorin Hölzls Nachfolge als Amtsleiterin antreten. „Ein Jahrzehnt war sie Abteilungsleiterin, ein Jahrzehnt Bereichsleiterin“, formulierte es Reichel. Bodenstab kann ebenfalls auf zahlreiche Großprojekte zurückblicken, allen voran die Sanierung der Benediktiner Abtei Ottobeuren oder Schloss Neuschwanstein. Sie freut sich auf ihre neue Aufgabe und kündigte einige anstehende Maßnahmen an: der sechste Bauabschnitt der Hochschule Kempten, die Außensanierung der St.-Lorenz-Basilika und der Umbau der Generaloberst-Beck-Kaserne in Sonthofen, den Klotz als ihr „Lebenswerk“ ankündigte.

Wie groß die Aufgaben des neuen Bereichsleiters Straßenbau Markus Kreitmeier sein werden, betonten alle Redner gleichermaßen. Auf ihn warte mit dem vierstreifigen Ausbau der B12 zwischen Kempten und Buchloe ein „Mammutprojekt“. „Sie werden Ihre Erfahrungen nötig haben“, formulierte es Regierungspräsident Scheufele. Kreitmeier war unter anderem bereits Bereichsleiter bei der Dienststelle München der Autobahndirektion Südbayern und dort für ein Stück der A94 zuständig. Flexibilität, Einsatzbereitschaft und Pragmatismus bescheinigte ihm Reichel. Dementsprechend meisterte Kreitmeier seinen Amtsantritt. Er gewann die Herzen der Anwesenden mit einem Zitat seiner Tochter, die beim Bodenlegen gesagt habe: „Papa, erkenne ein bisschen schräge Linien, dann schaffst du das.“

Susanne Kustermann

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