Ehrenkrug für Jubilare

Drei Mal 75. Geburtstag

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Je einen Ehrenkrug der Stadt für die drei Jubilare und Blumen für die Ehefrauen gab es von OB Thomas Kiechle (re) beim Empfang in der Schrannenhalle. Geehrt wurden (v.l.): Elisabeth und Heinrich Dering, Lydia und Helmut Pilz sowie Gisela und Dr. Holger Bock.

Kempten – Gleich drei ehemalige Stadträte konnten in den ersten beiden Augustwochen ihren 75. Geburtstag feiern. Für OB Thomas Kiechle Grund genug sie in guter Tradition zu einem Empfang ins Rathaus einzuladen, um ihnen zu gratulieren und ihr langjähriges Wirken zu würdigen.

„Ich bin jetzt etwas über 100 Tage im Amt, habe aber vor mir in der ersten Reihe 48 Jahre Stadtrat vor mir sitzen“, zollte das Stadtoberhaupt den drei Jubilaren, die durch ihr „ganz persönliches und zeitaufwändiges Engagement“ zur positiven Entwicklung der Stadt beigetragen hätten, seinen Respekt.

Am 2. August feierte Heinrich Dering, Stadtrat von 1978 bis 1984 für die CSU, seinen Geburtstag; Helmut Pilz, Stadtrat von 1978 bis 2002 für die FW/ÜP am 10. August und Dr. Holger Bock, Stadtrat von 1978 bis 1996 für die FDP am 14. August.

Neben zahlreichen Ausschüssen und Gremien, denen Bock in seiner Stadtratslaufbahn angehörte, bescheinigte Kiechle ihm auch frühzeitiges Umweltbewusstsein: bereits 1986 habe er sich für eine „umweltfreundliche Nutzung von Kraftfahrzeugen durch Tanken mit bleifreiem Benzin“ eingesetzt. Auch sei sein bisweilen schwarzer Humor vielen Kolleginnen und Kollegen in Erinnerung geblieben. „Überlegt, gelassen und wirtschaftlich denkend“ waren Attribute, die dem ehemaligen Metzgermeister Dering im Rahmen der Ehrung zuteil wurden – Eigenschaften und auch Werte, „die Sie in die Stadtratsarbeit einbrachten, zum Wohl der Allgemeinheit“, wie Kiechle hervorhob.

Nahezu ein Vierteljahrhundert habe Pilz dem Stadtrat angehört, womit er „zur Riege der verdienten besonders langjährigen Stadträte“ zähle. Mitglied in diversen Ausschüssen, Aufsichtsrat der Sozialbau, Verwaltungsratsmitglied des Kemptener Kommunalunternehmens sind nur einige der von Kiechle genannten Bereiche, in denen Pilz mit seinen reichen Erfahrungen als Steuerberater „für Kompetenz und für sachbezogene Arbeit“ gestanden habe. „Wenn Sie heute in die Stadt sehen, müssen Sie sich wohl fühlen“, schmunzelte der OB. Denn Pilz sei schon vor über 20 Jahren ein Befürworter von Kreisverkehren gewesen.

Verbunden mit „großem Dank und hoher Anerkennung für Ihr Wirken“, überreichte Kiechle jedem der Jubilare einen Ehrenkrug der Stadt. „Wenn man sieht, wie schnell sich der Wandel vollzieht, dann brauchen Menschen auch Vorbilder, zu denen man aufblicken kann, die wenig über sich reden, sondern anpacken.“ Und das habe er in den drei Biographien erkennen können, meinte er.

Christine Tröger

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