Der alte OB ist auch der neue

Thomas Kiechle macht erneut das Rennen um den OB-Sessel – wieder maue Wahlbeteiligung

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Als strahlender Sieger präsentierte sich der amtierende OB Thomas Kiechle mit Ehefrau Ulrike am Wahlabend. Unterstützt wurde die Kandidatur des CSU-Mannes von den Freien Wählern/ÜP, auf dem Bild vertreten durch den Fraktionsvorsitzenden Alexander Hold (r.).

Kempten – Auf Hochtouren liefen am Sonntagabend nicht nur die Wahlhelfer beim Auszählen der Stimmzettel. In Kempten lief auch der Server einmal mehr heiß und spuckte die Ergebnisse nur stockend und mit Verzögerung aus.

Bis 20 Uhr stand aber fest, was sich von Anfang an bereits klar abgezeichnet hatte: Der amtierende OB Thomas Kiechle ist auch der neue. Der Kandidat von CSU und Freien Wählern erhielt 12.470 der gültigen Stimmen (54,32 Prozent). Ausschlaggebend für das Ergebnis sieht er seine zurückliegende Amtszeit von sechs Jahren. Im Wahlkampf „habe ich Stimmung gegen mich überhaupt nicht wahrgenommen“, sagte er. Die Wahlbeteiligung für das Oberbürgermeisteramt liegt bei 44,62 Prozent (2014: 41,42). 

Lajos Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) hat 3970 Stimmen (17,29 Prozent) eingefahren: „Ich habe immer das Gefühl gehabt, wir haben keine Chance, aber wir sollten sie nutzen.“ 

Katharina Schrader (SPD) generierte 3330 Stimmen (14,51 Prozent): „Eine Stichwahl wäre toll gewesen.“ Franz Josef Natterer-Babych (ÖDP/UB) erhielt 1833 Stimmen (7,98 Prozent): „Ein super Ergebnis aus dem Stand als Unbekannter. Man hätte aber mehr erwartet, weil im Wahlkampf viel Unzufriedenheit mit der Politik zu hören war.“ 

Gabriela Büssemaker (FDP) hat 1354 Stimmen (5,90 Prozent): „Enttäuschend. Das habe ich so nicht erwartet. Ich bin von einer Stichwahl ausgegangen, die nicht mit mir sein muss.“ Obwohl „manche Wahlhelfer etwas ängstlich waren“, abgesprungen seien und kurzfristig ersetzt werden mussten, lagen die vorläufigen Ergebnisse der Stadtratswahlen bereits am Montagmorgen vor. Bis 4 Uhr morgens wurden die Wahlzettel gezählt, wie der stellvertretende Wahlleiter Konrad Pfister auf Nachfrage am Montag sagte. Er selbst war da schon wieder seit 7 Uhr im Dienst.

Christine Tröger

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