Tiefgarage rechnet sich

Gut 25000 Euro Gewinn jährlich könnte eine Tiefgarage unter dem Hildegardplatz einbringen. Dieses Ergebnis hat Markus Wiedemann, Leiter des Tiefbauamts, vergangene Woche dem Verkehrsausschuss präsentiert. Grund für die Berechnung war ein Antrag des Grünen-Fraktionschefs Thomas Hartmann.

Wiedemann bezog sich bei seiner Berechnung auf die Erfahrungen der Sozialbau, die mehrere Tiefgaragen bewirtschaftet. Sowohl die große Variante mit 141 Parkplätzen als auch die kleine mit 96 Plätzen wäre demnach rentabel. Mit 270 Euro Überschuss rechne er pro Stellplatz und Jahr in der kleinen Tiefgarage, 182 Euro wären es bei der großen Variante. Mit der jeweils geplanten Stellplatzanzahl multipliziert, macht das in beiden Fällen über 25000 Euro. Bei Betriebs- und Verwaltungskosten bezog sich Wiedemann auf die Tiefgaragen am Rathaus, am Colosseum und in der Altstadt. Ebenso bei den Öffnungszeiten und der Parkgebühr, für die er einen Euro pro Stunde nach einer kostenlosen ersten halben Stunde veranschlagte. Auch die Verluste des Betriebshofs, der bei 30 statt 183 oberirdischen Parkplätzen weniger einnehmen würde, rechnete er mit ein. Bei der zu erwartenden Auslastung zog er die Zahlen des Verkehrsgutachtens von Modus-Consult heran. Die derzeit 183 Parkplätze auf dem Hildegardplatz seien im Schnitt zu 58 Prozent belegt. Bei der großen Tiefgarage mit 141 Plätzen plus 30 oberirdischen Parkplätzen rechne er mit 60 Prozent Auslastung. Die kleine Variante wäre voraussichtlich zu 75 Prozent belegt. Bei den Investitionskosten hatte der Chef des Tiefbauamts jedoch nur die 2,5 Millionen Euro aus der Stellplatzrücklage mit einberechnet – das sei „Schönrechnerei“, meinte Thomas Hartmann. Zu den zweieinhalb Millionen kommen natürlich noch 1,5 Millionen, die der Steuerzahler trägt, erklärte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU). Wichtigstes Signal aus seiner Sicht: „Wir brauchen den Steuerzahler beim Betrieb nicht mehr“.

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