PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Tierquäler verbrennt lebendigen Hund

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War es so ein Hund, den der Täter an Heiligabend in Brand steckte?

Kempten - An Heiligabend beobachtete ein Passant, wie eine unbekannte Person in der Duracher Straße einen noch lebenden Hund in Brand steckte. Um die Suche nach dem Täter zu intensivieren, setzt die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von

1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung und Verurteilung des Täters führen. 

Der Passant sah am 24. Dezember gegen 21 Uhr, wie der Mann in der Duracher Straße ein Feuer entzündete. Nachdem er den Zündler angesprochen hatte, flüchtete dieser auf einem Fahrrad in Richtung Innenstadt. An der Kreuzung Hanebergstraße verlor der Passant den Flüchtenden aus den Augen. Bei genauer Betrachtung des Brandortes konnte festgestellt werden, dass der Täter einen Hund mit hellem Fell angezündet hatte. Aufgrund der Spuren geht die Polizei davon aus, dass der Hund noch gelebt hatte und am Feuer starb. 

„Bitte helfen Sie mit, diese brutale Tat aufzuklären“, appelliert die aus den Medien bekannte Tierschutzaktivistin Judith Pein im Namen von PETA. „Der Täter muss für sein gewalttätiges Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wir hoffen, dass unsere Belohnungsauslobung dazu beiträgt, den unbekannten Mann zu überführen.“

Artikel: Verbrannter Hund ist ein Fuchs

Die Polizei Kempten ermittelt und sucht anhand folgender Täterbeschreibung nach dem Tierquäler: Der etwa 1,70 Meter große und circa 25 Jahre alte Mann soll dunkelhäutig mit auffälligen Rastalocken sein, die nach oben gebunden waren. Er trug eine Jeans, weiße Schuhe, eine blaue Softshelljacke mit einer weißen Linie von Schulter zu Schulter und ein schwarzes Stirnband. Die Polizei Kempten nimmt Hinweise auf den Täter und den Hundehalter unter der Telefonnummer 0831/99092141 entgegen. Zeugen könnten sich ebenso telefonisch unter 01520/7373341 oder per E-Mail bei PETA melden – auch anonym.

Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich laut PETA mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient. PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Im April 2016 habe es in Sachsen ein ähnliches Vergehe gegeben. Ein Unbekannter hat einen lebenden Welpen auf einem Parkplatz zwischen Weinböhla und Steinbach an, so PETA. Der Täter wurde gefasst und Medienberichten zufolge zu einer Geldstrafe von 2.400 Euro verurteilt. Außerdem erhielt er ein zweijähriges Hundehalteverbot.

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