"Tolle Pläne"

Das Architekturbüro Huber aus Betzigau hat mit seinem Entwurf zu künftigen Bebauung des ehemaligen Geländes der Autovermietung „Sixt“ in der Bäckerstraße die Grundlage für die weitere Bearbeitung durch die Sozialbau (Bauherr) und der Stadt geschaffen. Diese Ansicht der Preisrichter teilten auch Stadtrat und Bauausschuss einstimmig in ihren jüngsten Sitzungen. „Das sind tolle Pläne“, lobte beispielsweise Karl Sperl (CSU).

Die Überlegungen des Architekturbüros Huber sehen in diesem wichtigen Bereich der Altstadt eine Mischung aus Wohnen und Dienstleistungen, also Bürogebäuden vor. „Der spannende städtebauliche Ansatz entsteht durch eine innerstädtische Platzaufweitung mit sich darum gruppierenden Gebäuden zwischen Sängerhaus und Soloplan-Haus gegenüber des noch vorhandenen Stadtmauerteilstücks an der Burgstraße“, erläuterte Uwe Weißfloch vom Stadtplanungsamt den Entwurf zunächst im Bauausschuss. Die dafür notwendigen Parkplätze sollen durch eine Tiefgarage unter dem Haus geschaffen werden. Vorschläge von insgesamt elf Planungsbüros wurden der Jury, bestehend aus den Architekten Aldinger und Diezinger sowie Baureferentin Monika Beltinger, OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und Sozialbau-Chef Herbert Singer, vorgelegt. In einer ersten Bewertungsrunde, so Weißfloch, schieden acht der elf Arbeiten aus. Die drei verbliebenen Arbeiten (Becker Architekten, Noichl, Blüml mit Girsberger sowie Architekturbüro Huber) überzeugten die Jury durch zum Teil „sehr interessante stadträumliche Ansätze“, berichtete er. Da bei allen Entwürfen noch Mängel festgestellt wurden, entschieden die Preisrichter drei dritte Plätze zu vergeben und die drei Planungsbüros in eine Überarbeitungsphase zu schicken. "Gelungenes Konzept" Wie Weißfloch mitteilte, entspricht der optimierte Plan des Architekturbüros Huber in allen Belangen den Kriterien der Auslobung und den Kriterien der Jury. „Städtebau, Funktion, Wirtschaftlichkeit und Gestalt werden aufs Beste miteinander verbunden“, erklärte er. Im Stadtrat am vergangenen Donnerstagabend zeigte sich die Mehrheit der Kemptener Stadträte angetan von dem Entwurf. „Ein sehr gelungenes Konzept, das diesen Bereich der Altstadt aufwertet“, sagte beispielsweise Regina Liebhaber (SPD). Sie regte in diesem Zusammenhang an, im Zuge der Arbeiten die Cafeteria des Haus der Senioren gleich mit zu erweitern. Josef Leonhard Schmid von der CSU bedauerte hingegen, dass durch das Haus St.-Mang-Platz 1 kein Durchgang vorgesehen sei. „Ein Durchgang muss es geben“, erwiderte ihm Baureferentin Monika Beltinger. „Die Frage ist nur wo“, verwies sie auf das weitere Planungsverfahren.

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