Herbstvollversammlung mit Neuwahlen

Stadtjugendring ist zu Gast bei der Türkisch-Islamischen-Gemeinde Kempten e.V.

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Die beiden neugewählten SJR-Vorstände (v.l.) Eda Odaci und Marcel Heydenreich mit Vorsitzendem Stefan Keppeler und seiner Stellvertreterin Franziska Limmer.

Kempten – Bei jedem der dem Stadtjugendring (SJR) Kempten angeschlossenen Verbände soll eine Vollversammlung stattfinden, auch um diesen jeweils die Gelegenheit zu geben, sich zu präsentieren. So hatte es SJR-Vorsitzender Stefan Keppeler bei der Vollversammlung vergangenen Mai,

die zum „Tournee“-Auftakt im großen Sitzungssaal des Kemptener Rathauses stattgefunden hatte, angekündigt.

Anfang dieser Woche nun war der Versammlungsort in der Füssener Straße, wo die Mitglieder die Gelegenheiten nutzten, bei einer Führung durch DITIB-Moschee und Gemeindezentrum der dort beheimateten Türkisch-Islamischen-Gemeinde Kempten e.V. auch über die DITIB-Jugendarbeit mehr zu erfahren.

Noch frisch waren die Eindrücke der am Tag zuvor aus Israel zurückgekehrten Delegation des SJR, die vom zehntägigen Programm berichtete. Neben Besuchen von Kibbuzen an der Grenze zum Libanon und an der Grenze zum Gaza-Streifen und Ägypten, hatten die 18 Teilnehmer zusammen mit Keppeler unter anderem einen Künstler besucht, der aus Bomben und Raketen Objekte macht, ein Altenheim für Holocaust-Überlebende, mehrere Nationalparks und hatten dort bei Treffen mit Partnerorganisationen wie dem israelischen Kletterverband Kontakte geknüpft. „Wir haben viele Samen gelegt“, zeigte sich Keppeler zuversichtlich, dass es eine weitere SJR-Reise nach Israel geben werde, schon allein weil es schon eine Reihe an Interessenten dafür gebe.

Als weiteren Höhepunkt des zu Ende gehenden Jahres blickte SJR-Vorstand Franziska Limmer zurück auf die „Wahlparti“ mit den lokalen Kandidaten zur Bundestagswahl, aufgezogen als eine Art „Fish-Bowl“. Zuvor habe sich SJR-Mitarbeiterin Sabine Fixmer „durch alle Wahlprogramme gearbeitet“ und ein Spiel entwickelt, um SchülerInnen mit den Inhalten vertraut zu machen. Daraus wiederum seien Fragen erarbeitet worden, die sonst für Fragen nicht zugelassene Gäste über 27 Jahren am „Wahlparti“-Abend als „Stellvertreterfragen“ stellen durften. Ebenfalls ein Höhepunkt im zurückliegenden SJR-Jahr: Die Gründung des „Bündnis Mensch sein“ mit aktuell 95 Unterstützern, das SJR-Vorstand Manuel Büttner Revue passieren ließ. Geplant seien hier unter anderem ein Unterstützertag, ein Stand auf dem Benefiz-Weihnachtsmarkt des SJR und auch ein Tag gegen Rassismus, an dem man einmal zeigen könne, „dass man gegen Braun aufsteht“.

Gute Nachrichten hatte Keppeler bezüglich des 2016 erst- (und bislang letztmalig) mit großem Erfolg durchgeführten Jugendfestivals „Fraisuti“ an der Iller. Da werde es 2018 eine Neuauflage geben und eine Studentin „wird eine Bachelor-Arbeit über den Partizipationsprozess schreiben“.

Da man sich bei den 2018 anstehenden 200-Jahrfeierlichkeiten zur Vereinigung von Reichs- und Stiftsstadt „Vereintes Kempten 1818“ auch aktiv beteiligen wolle, sei eine Überlegung, die Bühne für „Fraisuti“ einen Tag früher aufzubauen und dort die Schulabschluss-Gottesdienste alle zusammenzulegen und „den Vereinigungsgedanken aufleben zu lassen“. Auch sei im Gespräch an der Iller Filme zu zeigen, machte Keppeler klar, dass für das Festival 2018 „Ideen willkommen“ sind wie auch freiwillige Helfer, die sich gerne in der SJR-Geschäftsstelle melden sollen.

Weitere Aktivitäten, die der SJR Kempten im kommenden Jahr plant sind neben zahlreichen Seminaren unter anderem eine Ferienfreizeit in der irischen Partnerstadt Kemptens, in Sligo; eine „Wahlparti“ zur anstehenden Landtagswahl; ein Tag der offenen Tür in der Geschäftsstelle in der Bäckerstraße, wo der SJR seit zehn Jahren zu finden ist. „2018 ist sehr viel geplant“, kündigte SJR-Geschäftsführer Alexander Haag für das kommende Jahr an.

Zum Abschluss standen noch Nachwahlen zum Vorstand an. Wegen beruflicher Veränderungen waren Tobias Schatzmann und Christina Saft (beide Evangelische Jugend) zurückgetreten. Neu gewählt wurden von den 42 Stimmberechtigten die beiden Studenten Marcel Heydenreich (Jugend-DAV) mit 42 Stimmen und Eda Odaci (Alevitische Jugend) mit 39 Stimmen.

Christine Tröger

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