Traditionell und hochaktuell

495 Absolventen feierten beim 5. Allgäuer Hochschultag in der bigBOX am Freitag ihren Studienabschluss. Neben der Übergabe der Abschlussurkunden wurden herausragende Absolventen besonders geehrt. Die Festrede hielt in diesem Jahr der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Prälat Dr. Peter Neher.

„Die Hochschule Kempten ist und bleibt die führende Hochschule des Allgäus“, begrüßte Hochschul-Präsident Prof. Dr. Robert F. Schmidt vergangenen Freitag die 495 Absolventen des Jahrgangs 2009. Dieser traditionelle „dies academicus“ sei sowohl Rückbesinnung und Ausblick zugleich. Schmidt freute sich mit den Absolventen über den Abschluss dieser Phase der akademischen Ausbildung und äußerte mit Optimismus: „Sie haben in Ihre Bildung investiert, und werden die Zinsen noch ernten.“ „Außerdem“, scherzte er, „haben Sie gegenüber den aktuell Studierenden einen Vorteil: Sie brauchen ab sofort an der Hochschule keinen Parkplatz mehr zu suchen.“ Die ehemaligen Studenten aus acht verschiedenen Studiengängen feierten zusammen mit rund 1000 Gästen den erfolgreichen Abschluss ihres Studiums zuerst mit einem Festakt und abends mit dem beliebten Hochschulball. Als namhafter Festredner konnte heuer Prälat Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, gewonnen werden, „dem das gewählte Themengebiet“, so Schmidt, „geradezu auf den Leib geschnitten“ sei. Neher, der in Pfronten geboren wurde und später in Kempten Gemeindepfarrer war, steht heute an der Spitze des größten Arbeitgebers Deutschlands – der Caritas. Er befasste sich mit der Frage „Wie sozial kann die Wirtschaft sein – wie wirtschaftlich das Soziale?“, und sprach so ein hochaktuelles Thema an. Profitabel und sozial Neher erläuterte, dass die Wirtschaft neben der Güterbereitstellung zu Deckung der Bedürfnisse noch eine zweite entscheidende Aufgabe habe: Sie schaffe Arbeitsplätze und ermögliche Menschen die Sicherung ihrer Existenz. Vor allem aber habe sie ihren Zweck darin, dem Wohle des Menschen und der Gemeinschaft zu dienen. Das bedeute aber nicht, dass wirtschaftliches Handeln mit Gewinnorientierung für soziale Unternehmen, wie beispielsweise die Caritaseinrichtung, ein Fremdwort sei. „Im Gegenteil – nur bei einem effizienten Umgang mit den Ressourcen und klugen unternehmerischem Handeln können unsere Einrichtungen und Dienste langfristig ihre Aufgaben erfüllen“, so Neher. Neher schlussfolgerte, um das Soziale stehe es in Deutschland nicht schlecht, da rund 30 Prozent des Bruttoinlandproduktes in Sozialleistungen investiert werden. „Wirtschaft und Soziales lassen sich nicht gegeneinander ausspielen“, ergänzte er. Deshalb, appellierte er an die Absolventinnen und Absolventen, sei es wichtig, das gerade diese sich ihren Idealen treu bleiben und Verantwortung für das Soziale im Wirtschaftlichen und für das Wirtschaftliche im Sozialen übernehmen. Kindl ist die Beste Im Anschluss an Nehers Ansprache empfingen die Absolventen ihre Diplom- und Bachelor-Zeugnisse. Außerdem wurden die besten Absolventen für ihre ausgezeichneten Studienleistungen von Vertretern der Allgäuer Wirtschaft und angesehenen Institutionen geehrt. (siehe Info-Kasten). Die beste Absolventin, Sarah Kindl aus München, erhielt für ihre Traumnote 1,00 im Studiengang Betriebswirtschaft, den Preis des Bezirks Schwaben.

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