Das Bier schmeckt!

Hochstimmung bei der traditionellen Bierprobe vor der Festwoche

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Höchste Konzentration bei Stadtrat und Landtagsabgeordnetem Thomas Kreuzer (li.), der das Festbier für die Festwoche 2019 anzapfte. Unterstützung hatte er von Zötler-Produktionsleiter Markus Würz.

Kempten – Am kommenden Freitag können sich die ersten Festwochenbesucher vom Geschmack des Festbiers und -Radlers 2019 selbst überzeugen.

Bereits im Vorfeld durften es die Stadträtinnen und Stadträte bei der traditionellen Festbierprobe am Dienstag im Hotel-Restaurant „Sonnenhang“ verkosten. Geschmacklich waren sich die Rätinnen und Räte einig: „Süffig und schmackhaft“.

Entsprechend gut war die Stimmung beim anschließenden Abendessen. „Butterbrot und Käse, bringt die fesche Rese, aus dem schönen Kempten, aus dem schönen Allgäuland“, sangen die Gäste. Festwirt Hans Schmid hatte passend zum 70-jährigen Festwochen-Jubiläum zwei altbekannte Polkas des Stadtkapellmeisters Hugo Schmith aus dem Jahr 1964 angestimmt. 

Und „Die gute Omama“ tauchte dann tatsächlich auf und verteilte Zehn-Mark-Scheine unter den Gästen. Schmid hatte schon 1950 als dreijähriger Bub seinem Vater am Ausschank geholfen, seit 1998 ist er Festwirt und betreibt mit Küchenchef Matthias Vogler das Zelt. „Mir gherad zähmed“ griff Oberbürgermeister Thomas Kiechle das letztjährige Kemptener Motto auf und meinte damit nicht nur Kempten und die Festwoche, sondern auch Schmid und die Festwoche. 

Fotostrecke: Traditionelle Festbierprobe vor der Allgäuer Festwoche

 © Lüderitz
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Dafür, dass das Festbier der Brauerei Zötler und das Engelbräu-Festradler überhaupt in die Krüge der Gäste gelangen konnten, sorgten die beiden Landtagsabgeordneten Alexander Hold von den Freien Wählern und Thomas Kreuzer von der CSU. Während Hold sich beim Anzapfen des Radlers mit einem Schlag zufrieden gab, wollte Kreuzer auf Nummer sicher gehen und drosch den Schlegel mehrfach auf den Zapfhahn des Bierfasses. „Ich habe schon einmal erlebt, wie so ein Ding durch die Menge fliegt“, sagte er, „da bleibt kein Auge trocken.“ 

Hold meinte, seine Anzapffähigkeiten in seiner Studienzeit erworben zu haben, als er sich als Bierfahrer verdingte. Damals hatte er auf kleineren Festen beim Anzapfen helfen müssen. So oder so: Beide Getränke mundeten den geladenen Festbierprobanden vorzüglich. Oder wie es Kiechle sagte: „Wenn heute eine Stadtratssitzung gewesen wäre, wäre der Beschluss einstimmig ausgefallen.“ Zötler und Engelbräu, beide Brauereien greifen bei ihren Rezepturen für das Festwochenbier auf altbewährte Rezepte zurück. „Durch den höheren Malzgehalt ist das Festbier dunkler“, sagt Senior-Bräu Herbert Zötler, „ weil es hochvergoren ist, schmeckt man den Alkohol nicht.“ Und das obwohl Gerstensäfte, die den Namen „Festbier“ tragen sollen, von Gesetz wegen stärker als „normale“ Biere sind. 

Susanne Lüderitz

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